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Hilfe für Johanniter bei neuem Hospiz

Petra Kröger-Schumann und Projektleiter Roland Hauke mit einem Modell vom Kinderhaus "Pusteblume", das in Burg gebaut werden soll.
Petra Kröger-Schumann und Projektleiter Roland Hauke mit einem Modell vom Kinderhaus "Pusteblume", das in Burg gebaut werden soll. FOTO: Heike Lehmann
Massen. Der Regionalverband Südbrandenburg der Johanniter-Unfallhilfe plant die Errichtung eines Kinderhauses zur palliativen und intensiv-medizinischen Versorgung von Kindern und Jugendlichen in Burg (Spreewald). Das Haus "Pusteblume" wird das erste Kinderhospiz im Land Brandenburg. Heike Lehmann

Für dieses Vorhaben gab es gestern einen finanziellen Schub von der Medizintechnik & Sanitätshaus Harald Kröger GmbH in Massen. Geschäftsführerin Petra Kröger-Schumann übergab an Matthias Rudolph vom Regionalvorstand der Johanniter einen Scheck über 6000 Euro.

"Seit vielen Jahren sind wir unserer sozialen Verantwortung bewusst. Menschen zu helfen, liegt in unserer Natur", so Petra Kröger-Schumann stellvertretend für ihre 243 Mitarbeiter. Deshalb habe man für den ersten Kröger-Weihnachtsmarkt nach einem Charity-Gedanken gesucht und im Projekt Kinderhaus "Pusteblume" gefunden. Bei einer Tombola sind 800 Euro zusammengekommen, 5000 Plätzchen wurden gebacken und verkauft und die Summe dann auf 5000 Euro aufgestockt. Gestern griff die Geschäftsführerin spontan zum Stift und überschrieb die Summe auf dem symbolischen Scheck noch einmal.

Mit grünem Licht vom Bundesvorstand der Johanniter sind die Südbrandenburger im November mit ihrem Vorhaben an die Öffentlichkeit gegangen. Jetzt gilt es, Gelder für das etwa sechs Millionen teure Vorhaben einzuwerben, so Matthias Rudolph. Neben Eigenmitteln sind dabei Spenden, Stiftungen und Fördermittel gefragt. Rudolph sagt: "Wir hoffen auf einen Baubeginn in der zweiten Hälfte 2017 und Einweihung Ende 2018."

Für Projektleiter Roland Hauke ist das Kinderhaus "Pusteblume" eine Herzensangelegenheit. "Unser Konzept ist neuartig in Deutschland. Wir planen zwölf Plätze für schwerstkranke Kinder und im gleichen Haus zwölf Plätze für deren Familienangehörige. Außerdem soll es acht bis zehn Plätze in einer ambulant betreuten WG für schwerstkranke Kinder geben", erklärt der Finsterwalder.

Die Johanniter Südbrandenburg haben 2008 ein ambulantes Kinderhospiz und eine ambulante Kinderkrankenpflege ins Leben gerufen.