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| 02:37 Uhr

Heute Demo gegen Stadtehe in Großbahren

Sonnewalde. Bei einer Demonstration am Mittwoch um 18 Uhr auf dem Großbahrener Dorfplatz will die Sonnewalder Bürgerinitiative Abwasser die Stadtverordneten auffordern, einem an dem Abend zur Abstimmung stehenden "Grundsatzbeschluss" zur Eingemeindung von Sonnewalde in die Stadt Finsterwalde nicht zuzustimmen. "Jeder der erzählt, dieser Grundsatzbeschluss sei noch nicht wichtig, der verschweigt den Bürgern, dass dieser Beschluss bereits der Startschuss ist, um in die Ausarbeitungen des Ehevertrages samt anwaltlicher Beratung einzusteigen. dbe

Tut man dies nicht erst, nachdem man den Partner gut kennt und vor allem vorher die Bürger gefragt hat? Im schlimmsten Fall können in dem neu entstehenden Gebiet erneut Beiträge erhoben werden", heißt es im Demo-Aufruf.

Bereits die Fusion der beiden Abwasserverbände Sonnewalde und Doberlug-Kirchhain hätte 2006 unter Zeitdruck stattgefunden und die Probleme, die mit dem Einwohnerrückgang einhergingen, eher noch verschärft. Selbst das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg habe bei der Verbandsfusion von einer Zwangsehe gesprochen, so heißt es. "Wir wollen den Fehler nicht noch einmal machen. Sonnewalde droht erneut, verkauft zu werden", sagt Axel Eckert, Sprecher der Bürgerinitiative. Die lehnt eine Eingemeindung nicht grundsätzlich ab. Sonnewalde könne sich eine eigene Verwaltung nicht mehr leisten. Sie kritisiert aber das Tempo und dass die Einwohner der Stadt vor dem Grundsatzbeschluss kein Mitspracherecht gehabt hätten. Sie sollten laut Beschlussentwurf lediglich informiert werden.

Heute Abend sollen zeitgleich in Sonnewalde und Finsterwalde die Stadtverordneten einen Beschluss fassen, der die beiden Verwaltungen beauftragt, Verhandlungen über einen Zusammenschluss beider Städte aufzunehmen.