| 02:36 Uhr

Heimatfreund erzählt: Ehebrecher um 1600 in Finsterwalde enthauptet

Finsterwalde. Mittelalterliche Strafen ist das Thema einer Veranstaltung des Vereins zur Förderung der Heimatschrift Finsterwalder Heimatkalender. Wilfried Steiniger, der bereits drei Vorträge über die damalige Rechtsprechung gehalten hat, informiert darüber am morgigen Freitag um 19 Uhr in der Gaststätte "Jever-Stübchen". -db-

"Im Mittelalter sind Diebe hart bestraft worden - durch das Abhacken der Hand zum Beispiel", weiß Wilfried Steiniger zu berichten. Für schlimmere Taten habe es viele Varianten von Todesstrafen gegeben. Der Heimatgeschichtler hat auch erforscht, welchen Lohn Scharfrichter für ihr Handwerk bekamen. "Das Auseinanderreißen des Körpers mit vier Pferden wurde mit fünf Talern belohnt. Für das öffentliche Verbrennen gab es vier Taler. Öffentliche Hinrichtungen haben auf den Richtplätzen stattgefunden - in Kirchhain befand sich der an der heutigen Berg-Grundschule", hat Wilfried Steiniger herausgefunden. Und in einer Kirchenchronik stand auch das: Um 1600 ist in Finsterwalde ein Mann wegen Ehebruchs enthauptet worden.