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Tolle Geste
Haxen als Dankeschön

Finsterwalder Kameraden beim gemeinsamen Haxenessen.
Finsterwalder Kameraden beim gemeinsamen Haxenessen. FOTO: privat
Finsterwalde. Unternehmer bewirtet Finsterwalder Feuerwehr-Kameraden. Von Mona Claus

(mcl) Wenn’s brennt, kommt die Feuerwehr. Ebenso rücken die Kameraden bei Unfällen, Hochwasser, Stürmen oder zur Beseitigung einer Ölspur aus. Wird die Feuerwehr gerufen, kommt sie immer. Was, wenn es nicht so wäre?

Für die Meisten ist es selbstverständlich, dass die Floriansjünger im Notfall helfen. Nicht so für Unternehmer Uwe Oppitz vom gleichnamigen Dienstleistungsunternehmen in Massen.

Selten werde daran gedacht, dass die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Finsterwalde ehrenamtlich tätig sind und sie bei Einsätzen ihre Gesundheit und mitunter sogar ihr Leben riskieren, fasste der Unternehmer kürzlich in einer emotionalen Rede im Finsterwalder Brauhaus zusammen. Uwe Oppitz hatte Kameraden zum großen Haxenessen eingeladen.

Auslöser war eine Ölspur am 27. März des vergangenen Jahres. Ein technischer Defekt an einer Kehrmaschine sorgte für einen mehrere hundert Meter langen Schmierweg. Dieser war nur einer von unzähligen Einsätzen der Finsterwalder Wehr, für die es am 8. Dezember 2017 die Louis-Schiller-Medaille gab. Organisiert werden die vier Finsterwalder Löschzüge von Stadtbrandmeister Michael Kamenz.

Von den mehr als 125 aktiven Feuerwehrleuten trafen sich vor wenigen Tagen gut 30 Kameraden zum Haxenessen. Michael Kamenz erklärte im Anschluss, gerührt gewesen zu sein, als Uwe Oppitz nach dem Einsatz im März diese Einladung ausgesprochen habe. Als der Unternehmer am Abend noch einen Gutschein über 500 Euro drauf packte, rang der hartgesottene Feuerwehrmann um passende Worte des Dankes. „Er hat uns hochleben lassen“, sagte der Feuerwehrchef. Oft käme diese Geste nicht vor. Mitunter fehle es in der Bevölkerung sogar an Toleranz während der Einsätze. Dabei vertrage die Wehr noch mehr ehrenamtliche Mitstreiter.

Die 500 Euro, verrät der Stadtbrandmeister, kämen in die große Kasse. Daraus werden die Jahreshauptversammlung, Jubiläen, das Wehrvergnügen und ebenso der letzte Gruß für verstorbene Kameraden bezahlt.