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Hauch von Goethe in Westfalenstraße

Versprechen eingelöst: Jürgen Habermann pflanzt in der Westfalenstraße einen Baum. René Junker und Jörg Gampe assistieren.
Versprechen eingelöst: Jürgen Habermann pflanzt in der Westfalenstraße einen Baum. René Junker und Jörg Gampe assistieren. FOTO: gb
Finsterwalde. Trotz Nieselregens Sonne im Gesicht: Johanna Badelt und Erich Lehmann, zwei der Mieter des innovativ umgebauten, ehemaligen DDR-Plattenbaus aus den 1970er-Jahren, lassen sich den Pflanz-Akt nicht entgehen. Bei der offiziellen Einweihung des Hauses der Wohnungsgesellschaft Finsterwalde in der Westfalenstraße 16 hatte Architekt Jürgen Habermann im Januar dieses Jahres einen Gutschein für einen noch zu pflanzenden Baum überreicht. Gabi Böttcher

Gestern löste er sein Versprechen ein. Neben der von seinem Büro gesetzten Spur der Steine in der Sängerstadt ergänzte er die damit traditionsgemäß verbundene Spur der Bäume. Denn mit jedem Projekt, das das Architekturbüro verwirklicht, ist neues Grün verbunden. Ein Ginkgo ist es wieder in der Westfalenstraße, inspiriert von Habermanns Studienzeiten in Weimar, dem dort um 1820 südlich des Fürstenhauses gepflanzten, heute ältesten Ginkgo Weimars und Goethes Gedicht, das diesen Baum adelt. 200 Jahre Goethe und Ginkgo wurden im vorigen Jahr in Weimar gefeiert. Auch für die Mieter der Westfalenstraße 16 soll der Baum Symbol für Glück und Gesundheit sein. Und eine Ergänzung der seit dem Frühjahr gestalteten Außenanlagen. Johanna Badelt: "Hierher zu ziehen, war die beste Entscheidung, die wir treffen konnten." - Musik in den Ohren von René Junker, Geschäftsführer der Finsterwalder Wohnungsgesellschaft, und Sängerstadt-Bürgermeister Jörg Gampe. Alle sechs 3-Raum-, vier 2-Raum- und die eine 4-Raum-Wohnung sind vermietet. Die Bewohner zufrieden. "Die Nachbarschaft stimmt. Man spricht miteinander. Wir fühlen uns geborgen", lobt Johanna Badelt. Freunde, die einst im benachbarten, jetzt abgerissenen Block gewohnt hatten und wegen der Arbeit nach Mainz gezogen sind, seien bei einem Besuch auch voll des Lobes gewesen, erzählt Erich Lehmann.

Nächster Termin für Schaulustige und Wohnungsuchende: Im ersten von zwei neuen Wohnhäusern der Finsterwalder Wohnungsgesellschaft - in der Ringstraße - ist am 2. November Tag der offenen Tür.