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Hans-Dieter Unkenstein berichtet über Motorisierung der Feuerwehr

Finsterwalde. Anfang Oktober haben sich die in der internationalen Arbeitsgemeinschaft organisierten Feuerwehrhistoriker im tschechischen Pribyslav getroffen. Zu den Teilnehmern der Tagung der Brand- und Feuerschutzgeschichtskommission im CTIF (Internationales technisches Komitee für vorbeugenden Brandschutz und Feuerlöschwesen) gehörte auch der Finsterwalder Feuerwehrhistoriker Hans-Dieter Unkenstein. red

Das diesjährige Motto "Die Motorisierung der Feuerwehren" bot den 66 Teilnehmern aus zwölf Ländern wieder viel Stoff zum Gedankenaustausch und zur Diskussion, berichtet er. Österreich und Deutschland stellten auch in diesem Jahr wieder die zahlenmäßig größten Delegationen. In den Beiträgen zeigte sich, dass wie bei allen Neuerungen Kritiker und Skeptiker die Umstellung der Feuerwehrtechnik von Personenkraft und Zugtiere auf Kraftfahrzeuge und Tragkraftspitzen begleiteten. Schon um 1900 wurden bei den Feuerwehren Elektromobile eingesetzt, deren Einsatzradien mit 20 bis 30 Kilometern stark eingeschränkt waren. Auch heute gehören benzin- und dieselangetriebene Aggregate und Fahrzeuge noch zur Feuerwehrtechnik.

Die Veranstaltung habe wieder unter der Schirmherrschaft des Feuerwehrverbandes Böhmens, Mährens und Schlesiens gestanden, so Unkenstein weiter. Karel Richter, Obmann dieses Feuerwehrverbandes, eröffnete gemeinsam mit dem Pribyslaver Bürgermeister Martin Kamerad die Veranstaltung im Feuerwehrbegegnungszentrum Schloss Pribyslav.

Das diesjährige Tagungsthema war der Leitfaden aller Vorträge aus 13 europäischen Nationen. Referent des Beitrags aus dem Bundesland Brandenburg war Hans-Dieter Unkenstein. Er befasste sich unter anderem mit dem Beginn der Motorisierung der Feuerwehren ab etwa 1920 und der Entwicklung bis zum Beginn des Zweiten Weltkrieges im Süden des ehemaligen Luckauer Kreises, dem späteren Kreis Finsterwalde.

Die nächste Tagung wird Anfang Oktober 2017 zum Thema "Leistungswettbewerbe der Feuerwehr" durchgeführt.