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| 16:48 Uhr

Kommunalwahl 2019
Hannelore Elmer (SPD) sagt der Kommunalpolitik ade

 Hannelore Elmer sagt der Kommunalpolitik nach fast 30 Jahren ade. Auch Alexander Piske kandidiert nicht mehr für die Stadtverordnetenversammlung.
Hannelore Elmer sagt der Kommunalpolitik nach fast 30 Jahren ade. Auch Alexander Piske kandidiert nicht mehr für die Stadtverordnetenversammlung. FOTO: SPD
Finsterwalde. Der Finsterwalder Wahlausschuss hat am Freitag die Wahlvorschläge von fünf Parteien und zwei Wählergruppen zugelassen. Von Heike Lehmann

Am 26. Mai werden in Brandenburg neue Kommunalvertreter auf der Kreis-, Stadt- und Gemeindeebene gewählt. Bis Donnerstag 12 Uhr konnten Parteien, Wählergruppen und Listenvereinigungen dafür ihre Kandidatenvorschläge bei den Wahlleitern einreichen. Noch am gleichen Tag haben erste Wahlausschüsse die Vorschläge geprüft. In Finsterwalde und Doberlug-Kirchhain haben die Wahlausschüsse am Freitagmittag getagt, in Sonnewalde trifft man sich erst am Dienstag.

Der Wahlausschuss Finsterwalde hat die Wahlvorschläge von fünf Parteien und zwei Wählergruppen zugelassen, teilte Stadtsprecherin Paula Vogel sofort nach der Sitzung auf Anfrage mit. Danach gibt es insgesamt 91 Wahlvorschläge für die Stadtverordnetenversammlung Finsterwalde, die sich wie folgt aufteilen: CDU 31, Die Linke 16, SPD 11, Wählergruppe Bürger für Finsterwalde (BfF) 11, Alternative für Deutschland (AfD) 5, Bündnis 90/Die Grünen 2, Unabhängige Bürger Finsterwalde (UBF) 15.

Ganz aus dem Stadtparlament verschwinden werden die Freien Demokraten. Von der FDP gab es keine Wahlvorschläge. Momentan sitzt noch Olaf Wildau für die FDP im Stadtparlament. Neu sind die Unabhängigen Bürger Finsterwalde, die Ronny Zierenberg, einstiger Herausforderer von Bürgermeister Jörg Gampe (CDU), um sich versammelt hat. Zierenberg selbst hatte sich 2018 von der BfF-Fraktion wegen Meinungsverschiedenheiten zum Stadthallen-Projekt losgesagt.

Es gibt weitere Überraschungen. Langjährige Stadtverordnete tauchen nicht mehr auf, andere kehren wieder. So tritt Hannelore Elmer (SPD), derzeit noch 2. Stellvertreterin des Vorsitzenden der Stadtverordnetenversammlung, nach fast 30 Jahren in der Stadtverordnetenversammlung nicht mehr an. Auch Alexander Piske (SPD) zieht sich aus der Kommunalpolitik zurück.

Bei den Christdemokraten gibt es neben viel Beständigkeit auch neue Gesichter auf der Liste, die von Thomas Zimniak, derzeit Fraktionsvorsitzender, angeführt wird. Zurückgekehrt – auch wieder mit ordentlicher Parteimitgliedschaft seit Anfang des Jahres – ist Manfred Schäfer. 2014 war er aus der CDU ausgetreten, um sich bei den Bürgern für Finsterwalde engagieren zu können, wie er gestern bestätigte. Nachdem er sich von der BfF-Fraktion 2016 wieder getrennt hatte, war er bis Ende 2018 fraktionslos und ist inzwischen wieder aktiv in der CDU-Fraktion. Peter Weidemann tritt nicht mehr an.

Keine Überraschungen gibt es bei den Linken, der Wählergruppe Bürger für Finsterwalde und Bündnis 90/Grüne.

Wieder in die Stadtpolitik zurück drängt es offensichtlich Uwe Kupillas. Er hatte seine erste Legislaturperiode 2015 vorzeitig abgebrochen, war nicht nur aus der Fraktion der Linken/B90/Grüne ausgetreten, sondern hatte sein Mandat gänzlich niedergelegt. Jetzt findet man seinen Namen an dritter Stelle auf der Liste der AfD.

Für das Amt des Ortsvorstehers in Sorno und Pechhütte stellen sich mit Marco Bergmann und Ronny Liebscher die derzeitigen Amtsinhaber erneut zur Wahl. Beide werden von der CDU vorgeschlagen.