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| 02:37 Uhr

Handwerk braucht vor allem Wertschätzung

Podiumsgespräch zum Wechselverhältnis zwischen Handwerk und historischen Stadtkernen im Schloss Doberlug mit Wirtschaftsminister Albrecht Gerber (3.v.l.) und Landrat Christian Heinrich-Jaschinski (3.v.r.). Außerdem dabei: Möbeldesigner Michael Köppe, Floristin Eva Petzoldt Uesa-Geschäftsführer Helmut Hoffmann (2.v.r.) und Gerbermeister Manfred Oettrich (r.). Moderiert hat Harald Asel (M.) vom Inforadio.
Podiumsgespräch zum Wechselverhältnis zwischen Handwerk und historischen Stadtkernen im Schloss Doberlug mit Wirtschaftsminister Albrecht Gerber (3.v.l.) und Landrat Christian Heinrich-Jaschinski (3.v.r.). Außerdem dabei: Möbeldesigner Michael Köppe, Floristin Eva Petzoldt Uesa-Geschäftsführer Helmut Hoffmann (2.v.r.) und Gerbermeister Manfred Oettrich (r.). Moderiert hat Harald Asel (M.) vom Inforadio. FOTO: Heike Lehmann
Doberlug-Kirchhain. In Ergänzung der derzeitigen Sonderausstellung "Alte Stadt – Museum oder Zukunftslabor" hat am Mittwoch eine Podiumsdiskussion mit Handwerkern und Politikern im Schloss Doberlug stattgefunden. Die AG Städte mit historischen Stadtkernen und Inforadio hatten eingeladen. Heike Lehmann

Es waren kurzweilige anderthalb Stunden, die Moderator Harald Asel einem interessierten Publikum aus Bürgermeistern, Kommunalpolitikern, Handwerkern und interessierten Einwohnern bot. Seine Gesprächspartner waren Wirtschaftsminister Albrecht Gerber und Landrat Christian Heinrich-Jaschinski, Möbeldesigner Michael Köppe aus Beeskow, Floristin Eva Petzoldt aus Herzberg, Uesa-Geschäftsführer Helmut Hoffmann und Gerbermeister Manfred Oettrich aus Doberlug-Kirchhain.

Dabei ging es nicht nur um die Wechselwirkung zwischen traditionellem Handwerk und lebendigen alten Stadtkernen. Es ging auch um die Rolle der Politik. Was kann Politik befördern, um dem Unternehmer den Rücken zu stärken?

Der Ort der Diskussion war bewusst gewählt, denn im Renaissanceschloss der Kloster- und Gerberstadt haben mehr als zehn Jahre unterschiedlichste Gewerke "mit viel Sachverstand", wie Harald Asel betonte, Hand angelegt, um es für die museale und zeitgemäße Nutzung zu sanieren.

Sowohl Michael Köppe als auch Eva Petzoldt machten deutlich, dass viel Leidenschaft, Mut und Visionen nötig sind, um wirtschaftlich auf eigenen Füßen zu stehen. Entscheidend für den Erfolg sei am Ende die gelieferte Qualität. "Handwerk hat eine Zukunft, wenn es Menschen gibt, die genau das zu schätzen wissen", betonte Albrecht Gerber.

Handwerk erhält nicht nur die alten Innenstädte, es belebt sie auch. "Wir haben die Meistergründungsprämie wieder eingeführt. Bis zu 12 000 Euro kann ein Handwerker bekommen, wenn er einen Betrieb übernimmt und dann auch noch Ausbildungs- und Arbeitsplätze schafft", so Gerber.

"Unsere regionale Ausbildungsmesse hat schon für manchen Aha-Effekt bei Jugendlichen in puncto Ausbildungsangebot in der Heimat gesorgt. Die Vielfalt macht die Region einzigartig", verwies Heinrich-Jaschinski auf einen Aspekt, den die Politik bewirken kann.

Zum Nachhören: Die Diskussion wird am 15. Januar um 11 Uhr und in der Wiederholung um 20 Uhr auf Inforadio gesendet.