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| 01:13 Uhr

Hand aufhalten is' nicht – wir kümmern uns selbst

SCHÖNBORN.. Man könnte unken, der Jugendklub „Domizil“ wäre eine „ewige Baustelle“ . Seit mehr als zehn Jahren werkelt man an dem Bau. Nun ist bald ein Ende abzusehen – und was geschafft wurde, ist in der Region beispielhaft.

„Wir wissen um die Kassenlage der Gemeinde und wollten ihr nicht auf der Tasche liegen und nur immer die Hand aufhalten“ , erklärt Daniel Mende, Klubvorsitzender seit Bestehen des „Domizil“ . „Wir haben uns hingesetzt und debattiert, woher wir Mittel bekommen könnten.“ Heraus kam die Idee der Megaparty. Mit der Waldbühne als ideales Areal startete man 1998 durch und wurde vom Erfolg förmlich überrannt. Zu Tausenden strömt die Jugend nach Schönborn, wenn es heißt „Megaparty“ . „Mittlerweile haben wir ein Einzugsgebiet von mehr als 100 Kilometern, und sogar ganze Reisebusse kommen an.“ Doch wenn an einem Abend mehr als doppelt so viele Gäste „einfallen“ wie der Ort Einwohner hat, erhebt sich auch die Stimme der Kritik. Lärm, Müll, erhöhtes Verkehrsaufkommen zu nächtlicher Stunde - mit der Größe der Veranstaltungen wuchs auch die Skepsis.
„Doch wir haben das Gespräch gesucht, Kontakte gepflegt, den Leuten erklärt, dass es ein Geben und ein Nehmen ist, und dass wir das eigentlich auch für die Gemeinde tun und sich niemand dabei eine goldene Nase verdienen will.“ Heute stehen dann schon mal Vater und Sohn gemeinsam hinter der Bar oder den Kulissen, und alle packen mit an. „Ohne ehrenamtliches Engagement geht es nicht. Wenn alles vorbei ist, gibt es auch eine große Danke-Schön-Veranstaltung und auch jährlich eine riesige Weihnachtsfeier unter dem Dach der Feuerwehr mit mehr als 100 Leuten.“ Die Jugend bewegt sich und bewegt was im Ort.
„Wir haben uns auch gedacht, wir müssen für die ältere Generation was bieten. So gingen wir mit der Megaparty der Volksmusik an den Start. Doch das ist eine sehr kostenintensive Sache, trägt sich wirtschaftlich noch nicht selbst, doch wir glauben daran und ziehen das durch. Pfingstsonntag sollten sich alle Freunde der Volksmusik dick in ihrem Kalender anstreichen, da ist wieder was los auf unserer Waldbühne.“