Im neu gegründeten Arbeitskreis Handel und Gewerbe des Sängerstadtmarketingvereins offerierten Finsterwaldes Wirtschaftsförderer Torsten Drescher, Tief- und Straßenbauchef Karsten Pinetzki und Geschäftsstellenleiter Veit Klaue eine breite Palette von Anregungen und Instrumenten, wie die Belastung der Bauphase gemindert, ja sogar frische Aufmerksamkeit auf die Geschäfte gerichtet werden kann. Lutz Gerndt fand in seiner Auffassung Unterstützung, am Sonntag vor dem Baustart keinen verkaufsoffenen Sonntag zu organisieren. "Das würde implizieren, dass man noch mal richtig feiern werde, bevor am nächsten Tag alles dicht ist." Katrin Gröbe: "Die Kraft sollte lieber in die Bauphase gesteckt werden." Übereinstimmend meinten die Händler, dass verkaufsoffene Sonntage nur vor Ostern und an den letzten beiden Adventswochenenden sinnvoll sind. Am 17. April letztmals auf dem alten Asphalt Aktionen zu starten, findet Katrin Gröbe nicht schlecht - "aber unabhängig von uns Händlern". Torsten Drescher erinnerte, dass an besagtem Wochenende die Marktschreier in der Stadt sind, die Menschen anlocken. Ein Kinderfest in der Baustelle, Anlieger, die an Kaffeetafeln beisammensitzen, ja ein Fußballturnier gehören zu den Ideen. Intensive Einzelgespräche mit den Händlern der Berliner Straße, von denen am Dienstagabend nur wenige gekommen waren, sollen folgen. Karsten Pinetzki wies auf die Hilfsmittel hin, die während der Bauphase zur Verfügung stehen. Dazu gehören grüne Teppiche, Fußgängerbrücken, Holzpaletten, auf denen Verkaufsflächen improvisiert werden können. An einem Baucontainer werde ein Briefkasten angebracht sein, in den Fragen und Hinweise eingeworfen werden können. Pinetzkis eindringlicher Appell: "Sprechen sie den Polier vor Ort an, gehen Sie keine langen Wege, um etwas zu klären." Zur Orientierung für die Kunden sollen deutlich sichtbar alle Geschäfte aufgeführt werden, die sich an der Baustelle befinden. Dazu werden in den nächsten Tagen die Logos eingesammelt. Ebenso die Wünsche, wie eine Lösung für die Fahrradständer aussehen soll. René Deißing aus seiner Baustellen-Erfahrung in der Langen Straße: "Man sollte den Händlern nicht so viel Angst machen." Die Forderung aus der Runde: "Die Erreichbarkeit der Geschäfte für die Kunden ist das A und O."

Die nächste Beratung des Arbeitskreises ist am 3. Mai, 18.30 Uhr im Rathaus.