Ganz nach dem Motto "gratis, aber keinesfalls umsonst". Schuljugendreferent Harry Müller vom evangelischen Gymnasium in Doberlug hatte die Aktion zum ersten Mal in Doberlug-Kirchhain organisiert.

Mit Flyern, Inseraten und einer Internetseite wurde auf die Aktion aufmerksam gemacht. Über die Homepage und per Telefon konnte man die Hilfe anfragen. Je nach Bedarf kamen ein bis drei Helfer in den grünen Gratishilfe-T-Shirts vorbei. Sie halfen dort, wo Not am Mann war. Bei Irmgard Kiel in Doberlug-Kirchhain zum Beispiel hatte das Wohnzimmer lange Zeit keine frische Farbe gesehen. Die Helferinnen Anne, Sophie und Lina verpassten an zwei Tagen dem Raum frische Farbe, was bei der 87-Jährigen große Freude auslöste.

An anderer Stelle wurden Gartenlauben abgerissen, Terrassen von Unkraut befreit, Kartoffeln ausgemacht und sogar ein Hasenstall gebaut. Selbst die Helfer kamen begeistert von ihren Einsätzen zurück. Etwas Sinnvolles zu tun und die guten Gespräche, die sich bei der Arbeit ergaben, waren der "Lohn" für sie. Insgesamt waren sie rund 145 Stunden im Einsatz.

Die Mehrheit der Helfer kam von den weiterführenden evangelischen Schulen. Auch andere Freiwillige meldeten sich. Harry Müllers Dank gilt dem Förderverein der evangelischen Schulen, der die Helfer-T-Shirts finanziert hat.