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| 09:54 Uhr

Ehrenamt braucht mehr Anerkennung
Gutscheine als kleine Gegenleistung

Gratulanten und Geehrte v.l.: Doreen Nitzsche (KFV), Eveline Dreißing, Landrat Christian Heinrich-Jaschinski, Wanda Wahn, Frank Romey (KFV), Irene Romey, David Freundt (KFV).
Gratulanten und Geehrte v.l.: Doreen Nitzsche (KFV), Eveline Dreißing, Landrat Christian Heinrich-Jaschinski, Wanda Wahn, Frank Romey (KFV), Irene Romey, David Freundt (KFV). FOTO: Torsten Hoffgaard / Landkreis Elbe-Elster
Finsterwalde. Landkreis würdigte Engagement mit einer Dankeschönveranstaltung für 230 Leute in der Gaststätte „Alt Nauendorf“ in Finsterwalde.

Die Überraschung kam an bei den Beschenkten: Gutscheine für Einrichtungen im Landkreis für einen kostenlosen oder ermäßigten Eintritt in die Schwimmhalle Finsterwalde, in Häuser des Museumsverbundes, für Veranstaltungen im Planetarium Herzberg oder im Weltspiegel Kino Finsterwalde sowie im Wonnemar Bad Liebenwerda. Die kleinen Präsente waren als Zeichen der Anerkennung für die anwesenden Ehrenamtler auf der Dankeschönveranstaltung vor wenigen TAgen in Finsterwalde für die vielen ehrenamtlich geleisteten Stunden gedacht.

Der Landkreis, die Stadtwerke Finsterwalde und die Sparkassenstiftung sowie die Einrichtungen machten es möglich. Der Landkreis Elbe-Elster hatte zu dem festlichen und unterhaltsamen Abend mit Unterstützung der Sparkassenstiftung „Zukunft Elbe-Elster-Land“ in die Gaststätte „Alt Nauendorf“ eingeladen. „Wir wollten den Einsatz und die Arbeit der Engagierten bei uns im Landkreis würdigen, den Einsatz, der auch in Elbe-Elster so vieles ermöglicht“, sagte Landrat Christian Heinrich-Jaschinski in seiner Ansprache. Wie würde der Landkreis ohne Ehrenamt aussehen? Es wäre eine Region ohne Sportvereine, ohne Chöre, Spielplätze und Feuerwehren. Darüber bestand Einigkeit bei den Veranstaltern und Gästen, die auch Finsterwaldes Bürgermeister Jörg Gampe begrüßen konnten. „Das tägliche Engagement vieler Menschen bildet die Voraussetzung für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und macht unseren Landkreis zukunftsfähig. Wir erlebten das gerade erst in den vergangenen Wochen und Monaten in Elbe-Elster, als es beispielsweise galt, die Schäden nach den Stürmen und starken Regenfällen unbürokratisch zu beseitigen“, betonte der Landrat.

Gekommen waren über 230 Bürgerinnen und Bürger, die sich durch ihr Engagement an den verschiedensten Stellen im Landkreis ausgezeichnet haben. Die Freiwilligen arbeiten bei Verbänden, Vereinen, Kirchen, Schulen, Kindergärten, Selbsthilfegruppen, Nachbarschaftsinitiativen, setzen sich für den Naturschutz oder eine bessere Bildung ein. Sie engagieren sich politisch in Bürgerinitiativen und bei direktdemokratischen Bürgerbeteiligungen, leisten Einsatz in Freiwilligendiensten, zum Beispiel bei der Feuerwehr, beim Technischen Hilfswerk und beim Roten Kreuz.

Über 230 Freiwillige aus dem Landkreis Elbe-Elster waren der Einladung vom Landkreis in die Gaststätte „Alt Nauendorf“ in Finsterwalde gefolgt.
Über 230 Freiwillige aus dem Landkreis Elbe-Elster waren der Einladung vom Landkreis in die Gaststätte „Alt Nauendorf“ in Finsterwalde gefolgt. FOTO: Torsten Hoffgaard / Landkreis Elbe-Elster

„Freiwillig Engagierte nehmen die Dinge, die ihnen am Herzen liegen, selbst in die Hand und übernehmen damit Verantwortung für ihr Lebensumfeld. Sei es, dass sie selbst einen Spielplatz bauen, eine Bürgerinitiative gründen, Gebäude vor dem Verfall retten, ihre Nachbarschaft verschönern, anderen Menschen helfen“, sagte Christian Heinrich-Jaschinski. Der Landrat betonte, dass Freiwilligenarbeit mehr Anerkennung brauche. Viele Engagierte wünschten sich das. „Unsere Dankeschönveranstaltung soll deshalb dazu beitragen, die Leistungen der Engagierten in einem angemessenen Rahmen hervorzuheben.“ Das solle auch in den kommenden Jahren so beibehalten werden, kündigte der Landrat an.

Zum Gelingen des Abends hatten das Jugendblasorchester der Lindenschule Plessa und das Männerballett des Männerchores „Einigkeit“ (MCE) Finsterwalde mit jeweils stimmungsvollen Einlagen beigetragen. Der Kreisfeuerwehrverband Elbe-Elster nutzte darüber hinaus die Veranstaltung dafür, um drei langjährige Kameradinnen der Freiwilligen Feuerwehr Doberlug-Kirchhain für ihre Verdienste im Feuerwehrwesen und in der Verbandsarbeit zu würdigen. Dafür wurden Eveline Dreißing, Irene Romey und Wanda Wahn jeweils das Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber verliehen.

(pm/leh)