ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 01:03 Uhr

Gute Ideen noch mehr bündeln

Finsterwalde.. Die Arbeitsgruppen „Wanderreiten“ und „Regionale Speisekarte“ des Naturparks Niederlausitzer Heidelandschaft und die Niederlausitzer Museumseisenbahner aus Finsterwalde sind die ersten drei Gewinner im Elbe-Elster-Tourismuspreis, den die Sparkasse mit je 1000 Euro ausgeschrieben hatte. Montag Nachmittag war Preisverleihung in Finsterwalde. Von Heidrun Seidel

Beachtliche 24 Projekte hatten Vertreter von Vereinen, Einrichtungen oder Einzelpersonen eingereicht und sich damit an der Ausschreibung um den Tourismuspreis der Sparkasse Elbe-Elster beteiligt. Ludwig Schmidt, der Vorsitzende des Sparkassenvorstandes, freute sich über dieses Echo. Der Preis gehöre mit zu den Initiativen seines Hauses im Jahre 2003, die darauf ausgerichtet seien, den Tourismus stärker zu entwickeln. Ebenso die Radtouren, die in der Gemeinschaftsaktion „Kalenderblatt des Monats“ mit der RUNDSCHAU und dem Tourismusverband organisiert werden.
Nun hatten verschiedene Einreicher mit ihren Ideen dem Tourismus einen neuen Schub geben wollen. Dazu gehört eine Multimedia-CD „Sehen-Erleben-Speisen in und um Finsterwalde“ , ein Konzept zur Entwicklung des Wassertourismus in Bad Liebenwerda, ein Projekt zum „Finsterwalder Chorsingen“ , ein weiteres zur „Direktvermarktung - Hofladen“ mit rustikaler Bauernscheune, eines zum Qualitätsmanagement an der Förderbrücke F 60 und anderes mehr.
Für die Jury durchaus keine leichte Entscheidung, bestätigte Tourismusverbandsvorsitzende Gabriele Schröter. „Eigentlich sind alle förderwürdig.“ Maßstäbe für die Bewertung durch die Jury waren schließlich die überregionale Wirkung der Ideen, ihre Nachhaltigkeit und das Zusammenspiel mit anderen Anbietern.
Innerhalb von drei Jahren hat sich die „Regionale Speisekarte“ etabliert. Dieses Projekt, einmal angeschoben durch den Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft, um die einheimische Landwirtschaft zu stärken und die Kulturlandschaft den Verbrauchern nahe zu bringen, verbindet Produzenten landwirtschaftlicher Produkte mit jenen, die etwas daraus machen, den Gaststätten.
Andrea Opitz, die das Projekt koordiniert, berichtete, dass es inzwischen von 22 Gaststätten getragen wird. Bedingung dabei ist: 70 Prozent der Produkte, die für Gerichte der speziellen „Regionalen Speisekarte“ verwendet werden, müssen nachweislich auch aus der Region sein. „Leider sind Gaststätten aus dem Finsterwalder Bereich noch zu wenig daran beteiligt.“
Den „Wanderreitern“ bescheinigte die Jury eine „vom Anfang bis zum Ende durchdachte und wirkungsvoll umgesetzte Idee, mit der es gelang, auch andere einzubeziehen.“ Katrin Wieczorek aus der Arbeitsgruppe, zünftig bekleidet mit einem Cowboyhut, erzählte vom ersten Wanderritt (die RUNDSCHAU berichtete), der drei Tage lang Touristen durch die Region und zu verschiedenen Wanderreitstationen führte. Dieses Konzept soll nun weiter ausgebaut und vermarktet werden. 21 Reitstationen - das sind Reiterhöfe und Gaststätten, bei denen Reiter und Ross bewirtet und zum Nachtlager gebeten werden, haben sich bereits für das Projekt angemeldet.
Damit wird das „Wanderreiten“ genau den Anforderungen gerecht, die touristische Projekte erfüllen müssen, wenn sie zu wirtschaftlichen Effekten führen sollen. „Wir brauchen die Touristen drei Tage im Landkreis“ , erklärte Landrat Klaus Richter, „wenn er als Wirtschaftsfaktor wirksam werden soll.“ Damit das gelingt, müssen „die einzelnen guten Ideen noch mehr gebündelt werden“ , schaute er bei der Preisverleihung in die Zukunft. „Bisher ist es uns noch nicht gelungen, ein gemeinsames Konzept wirksam umzusetzen.“ Dazu müsse man den Egoismus der Kleinstaaterei überwinden und „auch über den Landkreis hinaus bis zum Lausitz-Ring und den Spreewald sehen“ .
Rolf Hentzschel, der für die Niederlausitzer Museumseisenbahner das Projekt erklärte, lud auf charmante Art die anderen beiden Preisträger gleich zu dieser Vernetzung ein: „In unserem Salonwagen ist alles da, um gute regionale Speisen zu servieren“ und „wenn Ross und Reiter müde sind“ , spielte er auf die Wanderreiter an, „können sie bei uns verladen werden und einen Teil des Weges per Bahn zurücklegen.“
Die Museumseisenbahn, der es seit ihrer offziellen Eröffnung im vorigen Jahr an Nachfrage nicht mangelt, fährt kommenden Sonnabend wieder zwischen Finsterwalde und Crinitz durch Wald, Feld und Heide.
Nachfragen unter
Telefon 0353 / 63245, www.Niederlausitzer-Museumseisenbahn.de,
E-mail nime@gmx.de.

VorschauVorschau TourismuspreisTourismuspreis
 2004 wird die Sparkasse Elbe-Elster wieder einen Tourismuspreis ausschreiben, kündigte Ludwig Schmidt an. Über die Höhe des Preisgeldes wird noch entschieden.2004 wird die Sparkasse Elbe-Elster wieder einen Tourismuspreis ausschreiben, kündigte Ludwig Schmidt an. Über die Höhe des Preisgeldes wird noch entschieden.