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| 14:33 Uhr

Stadterneuerung Finsterwalde
Gütesiegel für Westfalenstraße 16

Freuen sich über die Auszeichnung für „ihr“ Haus, in dem sie sich von Anfang an wohl fühlen: die Mieter Ferenc Apro, Johanna Badelt, Erich Lehmann, Christa Roy und Vera Fiebig sowie Ingeborg Seidler von der Mieterinteressengemeinschaft der Wohnungsgesellschaft Finsterwalde (v.r.).
Freuen sich über die Auszeichnung für „ihr“ Haus, in dem sie sich von Anfang an wohl fühlen: die Mieter Ferenc Apro, Johanna Badelt, Erich Lehmann, Christa Roy und Vera Fiebig sowie Ingeborg Seidler von der Mieterinteressengemeinschaft der Wohnungsgesellschaft Finsterwalde (v.r.). FOTO: Gabi Böttcher
Finsterwalde. Mieter der zukunftsfit gemachten „Platte“ der Finsterwalder Wohnungsgesellschaft teilen die Begründung für die Auszeichnung. Bürgermeister fordert Förderung moderner Umgestaltungen. Von Gabi Böttcher

Für diese Entscheidung ernten der Verband der Berlin-Brandenburgischen Wohnungsunternehmen (BBU) und das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung den Beifall der Mieter der Westfalenstraße 16 in Finsterwalde. Ja, das am Mittwoch übergebene Qualitätssiegel „Gewohnt gut – fit für die Zukunft“ ist bei diesem Haus der Wohnungsgesellschaft Finsterwalde richtig adressiert. „Der Fahrstuhl, unsere großzügige Terrasse und die Raumaufteilung sind sehr gut gelöst. Wir fühlen uns hier wohl“, sagen Erich Lehmann und Johanna Badelt begleitet vom Kopfnicken weiterer Mieter.

Maren Kern, Vorstand des Verbandes der Berlin-Brandenburgischen Wohnungsunternehmen (BBU), übernimmt auch für die im Verkehr stecken gebliebene, aber später doch noch eintreffende Staatssekretärin aus dem Infrastrukturministerium, Ines Jesse, die Begründung für die sechs Mal im Jahr in Brandenburg gemeinsam vergebene Auszeichnung. Sie lobt den Mut und das Vertrauen in die Idee, den Teilrückbau von Plattenbaubestand mit der Sanierung und dem Schaffen von modernem Wohnkomfort zu kombinieren. „So geht nachhaltige Stadtentwicklung“, sagt Maren Kern. René Junker, Geschäftsführer der Wohnungsgesellschaft, erinnerte an den von Bürgermeister Jörg Gampe (CDU) ausgegangenen Anstoß, mit drei zum Abriss vorbereiteten Blöcken „nicht so rabiat“ umzugehen. Die Idee des Teilrückbaus war geboren, ein Architektenwettbewerb wurde ausgeschrieben. Jürgen Habermann vom letztlich ausführenden Architekturbüro freut sich, dass der Mut dieser Herangehensweise belohnt wurde. Nach seiner Überzeugung könne der Prototyp in der Westfalenstraße 16 nur ein erster Baustein und Ideengeber für weitere solcher Projekte und eine langfristige Planung in diese Richtung sein. Jörg Gampe macht auf ein gravierendes Hindernis aufmerksam, noch an vielen anderen Stellen wünschenswerte Projekte solcher Art anzupacken: Es fehle eine richtige Förderrichtlinie des Landes für solcherart moderne Umgestaltungen. Gefördert werde derzeit nur der Abriss. Maren Kern sieht nach der jüngsten Wohnkonferenz „Bündnis für Wohnen“ in Potsdam Bewegung in das Thema gekommen. Eine stärkere Flexibilisierung der Förderung sei notwendig und würde gerade in jenen Gebieten helfen, wo es um Leerstand und Abriss gehe.

Zum dritten Mal hat die Wohnungsgesellschaft Finsterwalde nunmehr das Qualitätssiegel für ein beispielhaftes Projekt der Stadterneuerung erhalten. Geschäftsführer René Junker sieht in der Naundorfer Straße 2 – dem ehemaligen Sozialkaufhaus – einen möglichen Kandidaten, um das Quartett vollzumachen. Im kommenden Jahr werde man hier „angreifen“, gegenwärtig werden die Ausschreibungen vorbereitet, um das Haus umzubauen und zu modernisieren. Neben der Westfalenstraße 16 hatten zuvor die Häuser der Wohnungsgesellschaft Jägerstraße 2 und Naundorfer Straße 3-4 das Qualitätssiegel erhalten.

Freude in der Westfalenstraße 16 in Finsterwalde. Maren Kern, Vorstand des Verbandes Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen (3.v.r.), übergibt das Qualitätssiegel „Gewohnt gut – fit für die Zukunft“ für die innovative Kombination von Teilrückbau und der Schaffung zukunftsfähigen Wohnraumes in diesem Musterprojekt  der Wohnungsgesellschaft Finsterwalde.
Freude in der Westfalenstraße 16 in Finsterwalde. Maren Kern, Vorstand des Verbandes Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen (3.v.r.), übergibt das Qualitätssiegel „Gewohnt gut – fit für die Zukunft“ für die innovative Kombination von Teilrückbau und der Schaffung zukunftsfähigen Wohnraumes in diesem Musterprojekt  der Wohnungsgesellschaft Finsterwalde. FOTO: Gabi Böttcher