Anfänglich wurden diese fünf Männer als "Sektion Rückersdorf" der BSG Aufbau Oppelhain geführt, da mit dieser Mitgliederzahl kein eigenständiger Verein gegründet werden konnte. Erfolge ließen nicht lange auf sich warten. Bereits 1966 wurde der damalige FDBG-Kreispokal nach Rückersdorf geholt. Dreizehn weitere Pokale sollten folgen.

Inzwischen konnte sich der Verein auch eigenständig ausgründen und wurde 1973 als BSG Aufbau Rückersdorf erstmals Kreismeister. 1979 schafften sie die Qualifikation für die DDR-Bezirksklasse und konnten 1988 den dritten Platz belegen.

Mit der Wende wurde der Verein in Rückersdorfer Sportverein umbenannt. Er schaffte in der Saison 1990/91 den Wiedereinstieg in die neue Regionalklasse und konnte zum Ende der Spielzeit bis in die Regionalliga aufsteigen. Zurzeit pendelt die 1. Mannschaft zwischen Kreisliga und Landesklasse, die 2. Mannschaft spielt in der Kreisklasse, "geschuldet der personellen und beruflichen Situation der Mitglieder", war von Peer Langer, Kassenwart des Vereins, zu erfahren.

Heute hat der SV 14 Mitglieder. In der vergangenen Vereinsgeschichte wurde immer viel Wert auf die Nachwuchsarbeit gelegt. Bernd Reinicke hatte zeitweise bis zu sechs Nachwuchsspieler unter seinen Fittichen. Einer von ihnen war Volker Siebert, der seit einigen Jahren die Geschicke des Vereins in der Hand hat. Übernommen hat er dieses schwere Los von seinem Vater Günter, Gründungsmitglied und selbst jahrelanger Vereinsvorsitzender. "Als Gründungsmitglied vom ersten Tag an dabei, ist sein Engagement bis heute ungebrochen. Der Rückersdorfer SV ist ‚sein' Verein, sein Lebenswerk. Ohne unseren Günter würde es den Verein schon lange nicht mehr geben. Für diesen Einsatz kann das Dankeschön nicht groß genug sein", so Peer Langer.

Besonders stolz kann Vereinsvorsitzender Volker Siebert auch auf seine Nachwuchsarbeit sein. Wenn derzeit auch nur ein Nachwuchsspieler den Verein verstärkt, kann dieser schon beachtliche Erfolge aufweisen. Seit 2011 ist Florian Pinkawa erst Mitglied, hat aber bereits zwei Meistertitel mit nach Hause gebracht. In den Jahren 2013 und 2014 wurde er jeweils Deutscher Einzelmeister in seiner Altersklasse.

Am vergangenen Wochenende wurde nun zu einer kleinen Geburtstagsfeier im Vereinsheim eingeladen. Höhepunkt war ein Freundschaftsturnier, das der BSV Hörlitz, gefolgt vom TSG Lübben und dem SV Neu Zauche, gewann.