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| 16:20 Uhr

Innerstädtisches Bauen
Grundstein für modernes Wohnen

Mit drei Schlägen besiegelt Marcus Kockel die Grundsteinlegung für das neue moderne Wohnquartier in der Friedrich-Engels-Straße von Finsterwalde.
Mit drei Schlägen besiegelt Marcus Kockel die Grundsteinlegung für das neue moderne Wohnquartier in der Friedrich-Engels-Straße von Finsterwalde. FOTO: Heike Lehmann
Finsterwalde. In der Friedrich-Engels-Straße entstehen 13 Eigentumswohnungen und eine Gewerbeeinheit. Von Heike Lehmann

13 Wohneinheiten und mit einem passenden Interessenten eine Gewerbeeinheit entstehen in der Friedrich-Engels-Straße. Am Freitagmorgen wurde dort feierlich der Grundstein gelegt – und extra für die Öffentlichkeit – der erste Spatenstich „nachgeholt“.

Drei Häuser – allesamt seit längerem ungenutzt und unbewohnt und deshalb unansehnlich – hatte die Sparkassen-Objektentwicklungsgesellschaft mbH (OEG) zuvor gekauft und abgerissen. Das allein habe 500 000 Euro gekostet, hieß es Freitag. Für die Wiederbebauung der Fläche mit attraktiven Eigentumswohnungen werden etwa 4,5 Millionen Euro investiert, betonte Sparkassenvorstandschef Jürgen Riecke. „Die Fertigstellung ist bis zum Sommer 2019 geplant“, sagte OEG-Geschäftsführer Marcus Kockel. Es baut die Bauunternehmen Eichstädt GmbH aus Doberlug-Kirchhain.

Sich in Elbe-Elster um solche Schandflecken, für die es keine anderen Interessenten gibt, zu kümmern und an deren Stelle moderne Wohn- und Geschäftsideen zu entwickeln, ist das Ziel der OEG. Für diesen Mut, innerstädtisch zu bauen und ein unternehmerisches Risiko auf sich zu nehmen, gab es gestern Lob von Landrat Christian Heinrich-Jaschinski (CDU), Vorsitzender des Sparkassen-Verwaltungsrats.

Der „nachgeholte“ Spatenstich mit Landrat Christian Heinrich-Jaschinski, Jürgen Riecke, Marcus Kockel, Bürgermeister Jörg Gampe und Frank Eichstädt (v.l.).
Der „nachgeholte“ Spatenstich mit Landrat Christian Heinrich-Jaschinski, Jürgen Riecke, Marcus Kockel, Bürgermeister Jörg Gampe und Frank Eichstädt (v.l.). FOTO: Heike Lehmann

Mit der fertigen Bodenplatte für das künftige Mittelgebäude unter den Füßen umriss Marcus Kockel den bisherigen zeitlichen Ablauf. Erste Gedanken für das Projekt keimten 2015. 2016 wurde die OEG gegründet. Es folgten B-Planverfahren und Bauantrag. Am 17. Juli 2017 begann der Abriss. Am 1. September 2017 wurde die Baugenehmigung erteilt. Letzte abschließende Genehmigungen lagen im März 2018 vor. Mit drei Hammerschlägen besiegelte er die Grundsteinlegung, nachdem eine LAUSITZER RUNDSCHAU vom Tage, Dokumente und Kleingeld vermauert wurden. Auch Kaufinteressenten gäbe es bereits für die Wohnungen.

„Attraktives Wohnen“ verspricht der Finsterwalder Architekt Torsten Hensel, von dem die Planung stammt. „Ziel war eine sehr hohe Aufenthaltsqualität nicht nur in der Wohnung“, sagte er. Jede Wohnung – 47 bis 162 Quadratmeter groß werden sie – bekomme einen direkten Zugang zu Freiraum – Terrassen oder kleinere Stadtgärten. „Das ist für eine Stadtwohnung nicht alltäglich“, betonte er. Künftige Nutzer dürften niedrige Betriebskosten erwarten, „weil wir ein kostengünstiges Heizmedium nutzen“. Für Erdwärme sind 13 Erdbohrungen, jede 99 Meter tief, erfolgt. In den Komplex sind zwei 3-etagige Stadthäuser integriert.

„Wir freuen uns über den Auftrag und können mal wieder den Leuten zu Hause zeigen, was wir tun und was wir können“, sagte Michael Eichstädt, Geschäftsführer des gleichnamigen Bauunternehmens, das überwiegend Einfamilienhäuser von Berlin bis Bautzen sowie deutschlandweit Industriebauten und Einkaufsmärkte errichtet.

Die OEG hat bereits ein Wohn- und Geschäftshaus in der Wilhelm-Liebknecht-Straße fertig gestellt und Projekte in Herzberg in Angriff genommen. Am 20. Juli steht die nächste Grundsteinlegung an – dann in der Leipziger Straße 5.