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Katholische Kirche
Großes Anliegen ist die Ökumene

Heike Hoffmann ist angekommen in Finsterwalde.
Heike Hoffmann ist angekommen in Finsterwalde. FOTO: Silvia Dedek
Finsterwalde. Heike Hoffmann ist neue katholische Gemeindereferentin in Finsterwalde. Von Silvia Dedek

Die katholische Gemeinde St. Maria Mater Dolorosa von Finsterwalde hat eine neue Gemeindereferentin. Nachdem Carolin Holfeld ihre Assistenzzeit in der Gemeinde im August beendet hat, ist Heike Hoffmann im September nach Finsterwalde gezogen und hat ihren Dienst in der Gemeinde aufgenommen.

Geboren 1963 in Neuruppin und aufgewachsen in Lübben führte der berufliche Werdegang von Heike Hoffmann keinesfalls direkt in die Kirche. „Nach der Schule machte ich eine Ausbildung zum Facharbeiter für Eisenbahntransporttechnik – mein Traumberuf“, verrät die gestandene Mutter von vier Kindern. „Ich wollte schon immer zur Bahn gehen, weil dort schon mein Opa gearbeitet hat.“

Nach der Geburt des ersten Kindes wurde die Arbeit im Schichtsystem allerdings schwierig und so suchte Heike Hoffmann nach einer Alternative, die sie schließlich bei der Diakonie in der Haus- und Familienpflege fand. Nebenher war sie allerdings schon immer ehrenamtlich in ihrer Lübbener Gemeinde tätig. Ihr damaliger Pfarrer in Lübben, Christoph Kliemank, fragte sie, ob sie sich nicht vorstellen könnte aus ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit auch einen Beruf zu machen. Danach begann sie in Magdeburg 1996 die vierjährige berufsbegleitende Ausbildung zur Gemeindereferentin. Nach zwei weiteren Jahren Assistenzzeit, in denen sie unter anderem ein Praktikum in Guben absolvierte, wurde sie im September 2002 gesendet und war seither in Lübben und Luckau tätig.

Nachdem die Kinder nun groß sind, wollte sie gern noch einmal etwas Neues versuchen und so bot sich der Ortswechsel nach Finsterwalde an. In der Finsterwalder Gemeinde ist sie vor allem für die Kinder- und Jugendarbeit zuständig. „Ich wurde sehr offen aufgenommen und konnte bereits viele Ideen einbringen“, freut sie sich über ihre ersten Monate. Eine Umgewöhnung im Vergleich zu ihrer vorigen Dienststelle sei für sie gewesen, sich bei bestimmten Veranstaltungen nicht mehr um alles allein kümmern zu müssen. „Hier sind viele Arbeiten verteilt und im Pfarrhaus herrscht manchmal ein reges Kommen und Gehen. Dabei gefällt mir die Atmosphäre und das freundliche Miteinander besonders gut“, schildert Heike Hoffmann ihre Eindrücke.

Im Hinblick auf ihre künftige Arbeit hat sie schon zwei erste Schwerpunkte ausgemacht: „Ich möchte besonders versuchen, Kontakt zu den Familien der Gemeinde zu knüpfen – nicht nur zu denen, die jeden Sonntag in die Kirche kommen, sondern auch zu denen, die nicht da sind. Außerdem ist mir die Ökumene ein großes Anliegen. Hier möchte ich gern Geschaffenes beibehalten und schauen, wo sich die gemeinsame Arbeit vielleicht noch etwas ausbauen lässt.“