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Heimatgeschichte
Graf Solms zu Gast beim Heimatabend

Graf Alfred zu Solms-Sonnenwalde in seinem Schloss in Wurschen – mit einem Bild vom Sonnewalder Schloss, das nach dem Krieg abgebrannt ist und von dem nur noch Kellerräume erhalten und zugänglich sind.
Graf Alfred zu Solms-Sonnenwalde in seinem Schloss in Wurschen – mit einem Bild vom Sonnewalder Schloss, das nach dem Krieg abgebrannt ist und von dem nur noch Kellerräume erhalten und zugänglich sind. FOTO: Dieter Babbe
Sonnewalde. Heft 17 der „Sonnewalder Heimatblätter" – die Autoren kommen am 25. Januar zu Wort. Von Dieter Babbe

Graf Alfred zu Solms-Sonnenwalde hat seine Teilnahme zugesagt, wenn der Sonnewalder Ortschronist Konrad Ziegler am Donnerstag, 25. Januar, 18 Uhr, zu einem Heimatabend in das Sportlerheim vom SV Blau Gelb 90 einlädt. Hier wird der Graf, der seit vielen Jahren erstmals wieder öffentlich auftritt, von seinen Erinnerungen zum Kriegsende in Sonnewalde ebenso berichten, wie auch von Ereignissen und seinen Erfahrungen nach der Wende. Graf Solms lebt mit seiner Frau derzeit auf Schloss Wurschen in Sachsen, das er aufwendig saniert hat und auch von Feriengästen öffentlich genutzt werden kann.

Anlass für den Heimatabend ist die Vorstellung von Heft 17 der „Sonnewalder Heimatblätter“, die seit 2001 insbesondere unter der Regie von Konrad Ziegler jährlich erschienen sind. Neben Graf Solms werden weitere Autoren der Beiträge des aktuellen Heftes über ihre Forschungsarbeit berichten. So informiert Giesela Jung, Pfarrerin i.R. aus Großkrausnik, über den Besuch des Reformers Philipp Melanchthon in Sonnewalde, Dr. Reinhard Möckel, Naturschutzexperte aus Münchhausen, erklärt die Vorkommen von Auerhuhn und Wolf in den Wäldern der Region, Michael Kalkutschke weiß, warum es in Zeckerin so viele Ziegeleien gab, und der Finsterwalder Journalist Dieter Babbe erzählt die Geschichte von den wertvollen Kunstschätzen aus einem Berliner Museum, die im Schloss Sonnewalde zunächst den Krieg überlebt haben, seit dem aber verschwunden sind. Konrad Ziegler erinnert an Hartmut Kieburg, den Mitherausgeber der „Sonnewalder Heimatblätter“, der im vorigen Jahr verstorben ist. Der 91-Jährige gibt eine Vorschau über neue Themen für das Heft 18 und weiß so manche Episode aus der Sonnewalder Geschichte zu erzählen. Die Besucher sind eingeladen, eigene Erinnerungen preiszugeben, mitzudiskutieren und Fragen zu stellen.

Schülerinnen und Schüler der städtischen Grundschule werden musikalisch auf den Heimatabend in Sonnewalde einstimmen. Der Eintritt ist frei.