ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 01:42 Uhr

GEZ-Schreiben in Finsterwalde sind echt

Finsterwalde. Eine Reihe von Anfragen beschäftigt derzeit die Verbraucherberatungsstelle in Finsterwalde. Thema ist häufig ein Schreiben der Gebühreneinzugszentrale (GEZ). bob

Darin werden Verbraucher aufgefordert, ihre Kontoverbindung für das Lastschriftverfahren schriftlich zu bestätigen. Viele Angeschriebene vermuten dahinter – aufgrund der zahlreichen Skandale der vergangenen Monate – eine Falle. Bernd Heidenreich, Leiter der Beratungsstelle Finsterwalde, kann allerdings Entwarnung geben: „Die Schreiben sind seriös und auch wirklich von der GEZ.“ Hintergrund ist eine europäische Richtlinie, die das Lastschriftverfahren ab November neu regeln soll. Anbieter wie die GEZ können dann nur noch mit einer schriftlichen Einzugsermächtigung Geld abbuchen. Diese muss zudem den neuen Vorgaben entsprechen. Und genau hier liegt der einzige Haken des aktuellen Schreibens der GEZ. Der verwendete Text berücksichtigt eben nicht die neuen Erfordernisse. „Die Umsetzung ist nach unserer Ansicht gründlich schief gelaufen“, erklärt Andrea Hoffmann, Finanzexpertin der Verbraucherzentrale.

Wer einen solchen Brief bekommen hat, kann nach Auffassung der Verbraucherschützer dennoch ruhigen Gewissens unterschreiben. Allerdings gehen die Experten davon aus, dass die GEZ noch einmal ein neues Schreiben verschicken wird. Ähnliche Briefe seien im übrigen auch von anderen Firmen und Institutionen in den kommenden Monaten zu erwarten. bob