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| 10:33 Uhr

GEZ-Betrug
Angeblicher GEZ-Mitarbeiter prellt Finsterwalder Bürgerin

Ein vermeintlicher Mitarbeiter der Gebühreneinzugszentrale der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten (GEZ) hatte in Finsterwalde eine Rentnerin ausgeraubt. Er gab vor, von dem Unternehmen zu sein, um Zutritt zur Wohnung zu erlangen.
Ein vermeintlicher Mitarbeiter der Gebühreneinzugszentrale der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten (GEZ) hatte in Finsterwalde eine Rentnerin ausgeraubt. Er gab vor, von dem Unternehmen zu sein, um Zutritt zur Wohnung zu erlangen. FOTO: David Ebener
Finsterwalde/Falkenberg. In Finsterwalde und Falkenberg hat es am Mittwochnachmittag und Abend mehrere Betrugsfälle gegeben. Ein vermeintlicher Mitarbeiter der GEZ hatte versucht, Zutritt zu Wohnungen älterer Menschen zu erlangen. Die Polizei warnt. Von Rüdiger Hofmann

In Finsterwalde und Falkenberg hat es am Mittwoch mehrere Betrugsfälle gegeben. Vermeintliche Mitarbeiter der GEZ hatten versucht, Zutritt zu Wohnungen älterer Menschen zu erlangen.

Wie die Polizei am Donnerstagmorgen mitteilte, hatten Unbekannte in fünf Fällen bei älteren Menschen geklingelt, um sich Zutritt zu den jeweiligen Wohnungen zu verschaffen. Dabei erzählten sie den ahnungslosen Rentnern die Legende, sie seien von der Gebühreneinzugszentrale der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten (GEZ) und müssen ihre Verträge überprüfen, die Gebührenbescheide und Kontoauszüge kontrollieren und sich von den Fernsehgeräten ein Bild machen. „Die falschen Aussagen hatten nur ein Ziel: In die Wohnung der Betroffenen zu gelangen, um dort Geld zu erbeuten“, sagt Polizeisprecher Ralph Meier.

Das gelang auch in einem Fall. Laut Aussage der Polizei konnte ein angeblicher GEZ-Mitarbeiter bei einer 79-jährigen Finsterwalderin – nachdem die Rentnerin ihn in ihre Wohnung ließ und kurze Zeit unachtsam war – eine größere Summe Bargeld erbeuten. Die Polizei hat in allen Fällen die Ermittlungen aufgenommen. Ralph Meier warnt eindringlich: „Sie müssen Niemanden in ihre Wohnung lassen, schon gar keinen Fremden.“ Selbst einem wirklichen GEZ-Mitarbeiter müsse man nicht den Zutritt zur Wohnung gewähren. Betroffene weiterer Betrugsversuche werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden.

Wohnungsbesuche im Namen des Beitragsservice gibt es außerdem nicht mehr. „Der sogenannte "Beauftragtendienst" aus GEZ-Zeiten, der an der Haustür Kontrollen durchgeführt hat, gehört der Vergangenheit an“, so ein Sprecher des Beitragsservice. Der Beitragsservice ist eine Gemeinschaftseinrichtung der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten zur Einziehung des Rundfunkbeitrags und Nachfolger der GEZ. Die GEZ gibt es seit Anfang 2013 nicht mehr.