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| 18:13 Uhr

Zukunft von Arbeits- und Ausbildungsplätzen
Neuauflage der Gewerbeschau

 Die Gewerbeschau Handwerk & Dienstleistungen in Doberlug-Kirchhain ist ein Format, das mehrere Generationen gleichzeitig anspricht. Die Heeresinstandsetzungslogistik GmbH hat sich vor fünf Jahren ein erstes Mal beteiligt und öffnet ihr Werk 2019 erneut für Besucher.
Die Gewerbeschau Handwerk & Dienstleistungen in Doberlug-Kirchhain ist ein Format, das mehrere Generationen gleichzeitig anspricht. Die Heeresinstandsetzungslogistik GmbH hat sich vor fünf Jahren ein erstes Mal beteiligt und öffnet ihr Werk 2019 erneut für Besucher. FOTO: Heike Lehmann
Doberlug-Kirchhain. Doberlug-Kirchhain hat einen besonderen Weg gefunden, um Firmennachwuchs zu werben. Gewerbeschau-Tag könnte in diesem Jahr der 1. Mai sein. Von Heike Lehmann

  2008 hat die Doppelstadt Doberlug-Kirchhain ein erstes Mal mit einer besonderen Wirtschaftsmesse auf sich aufmerksam gemacht. Ohne Messehalle und Standgebühren, stattdessen öffneten sich an verschiedenen Stellen der Stadt Türen und Tore zu Gewerbebetrieben und Firmen. Effekt: Die Besucher kamen direkt ins Haus, erfuhren viel Wissenswertes über Angebote und Leistungsfähigkeit des Unternehmens, auch über freie Arbeits- oder Ausbildungsplätze. Fünfmal hat diese Gewerbeschau Handwerk & Dienstleistung im Zweijahres-Rhythmus stattgefunden. Dann folgte eine dreijährige Pause. 2019 könnte die 6. Auflage folgen – wenn es genug Teilnehmer gibt.

Die Fäden würde wieder der Gewerbestammtisch der Stadt, ein lockerer monatlicher Treff von Gewerbetreibenden und Handwerkern der Stadt, zusammenhalten. 2008 hatten sich 42 Unternehmen an 18 Standorten vorgestellt. An die 70 Firmen und Betriebe waren es zwei Jahre später. Ungebrochen hoch blieb das Interesse bei der dritten und vierten Gewerbeschau. Tausende Besucher fanden den Weg zu den beteiligten Firmen. 2016 gab es dann einen leichten Einbruch. Nur noch 30 Firmen machten an zehn Standorten bei der Gemeinschaftsaktion mit. Deshalb fiel die Entscheidung für eine dreijährige Pause.

Die ist jetzt fast vorbei, Zeit also für einen erneuten Anlauf. Marco Manig, Moderator und Organisator vom Gewerbestammtisch und selbst im Friseurgewerbe tätig, sagt: „Es gibt erste Absprachen, Teilnahmeerklärungen und Antragstellungen. Als Termin ist der 1. Mai festgezurrt. Ein Samstag oder Sonntag bringen vielen Unternehmern zusätzlichen Stress, deshalb der Feiertag. Aber wir müssen  noch genau bereden, ob wir die Schau so durchziehen oder endgültig begraben wollen.“ Für ihn persönlich gebe es kaum noch ein Zurück. „Zu viel ist schon auf den Weg gebracht“, sagt er. Jetzt solle man „das Ganze auch mit Leben erfüllen“. Der Schwerpunkt soll in diesem Jahr auf der „Zukunftssicherung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen“ liegen. Die Marktfestsetzung laut Gewerbeordnung für diesen Tag ist beantragt. Der Bürgermeister der Stadt habe zugesagt, die Schirmherrschaft zu übernehmen.

Manig weiß aber auch, dass die Firmen momentan so beschäftigt sind, dass sie kaum noch eine zusätzliche Belastung verkraften. „Trotz hohem Aufwand gab es vor drei Jahren nur wenig Resonanz“, erinnert er sich. Dennoch gibt es bereits etliche Teilnahmeerklärungen für 2019. Sogar die HIL GmbH will ein zweites Mal nach 2014 mitmachen, wie Werkleiter Peter Beuckmann beim Neujahrsempfang mitgeteilt hat. „Dort ist schon viel angeschoben“, weiß auch Manig.

Noch ist die Teilnehmerliste nicht geschlossen. Anmeldeschluss ist der 28. Februar. Wer Fragen hat, erreicht Marco Manig unter Tel. 035322 18188. Wieder aber gilt: Wer Kräfte bündeln möchte, kann Partnerfirmen, Zulieferer oder Subunternehmen an seinen Standort einladen. „Gern hätten wir in diesem Jahr Agrarbetriebe mit einem grünen Standort dabei“, erklärt Manig.