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| 13:50 Uhr

Ein großer Schritt in Finsterwalde
„Handwerk hat etwas Magisches an sich“

 Luise Tews aus Gröbitz fühlt sich in ihrem erlernten Beruf als Raumausstatterin pudelwohl.
Luise Tews aus Gröbitz fühlt sich in ihrem erlernten Beruf als Raumausstatterin pudelwohl. FOTO: Jürgen Weser
Finsterwalde. Eine Frau und 20 junge Männer freuen sich über ihre Gesellenfreisprechung bei der Niederlausitzer Kreishandwerkerschaft in Finsterwalde. Was bleibt, ist eine große Hoffnung. Von Jürgen Weser

Auf traditionelle Weise erfolgte am Freitag in Gröbitz die Gesellenfreisprechung vor der Innungslade für acht verschiedene Berufe. Kreishandwerksmeister Jürgen Mahl, Ellen Lösche als Geschäftsführerin der Niederlausitzer Kreishandwerkerschaft und die Meister der Ausbildungsbetriebe begrüßten 20 neue „Junghandwerker“ und eine „Junghandwerkerin“ in ihren Reihen.

Mit drei traditionellen Hammerschlägen und den Worten Ehrbarkeit, Wahrhaftigkeit und Gerechtigkeit als richtungsweisend für das Handwerk entließ Jürgen Mahl die jungen Fachleute symbolisch aus ihrer Lehrzeit. „Ja, ich habe einen wunderschönen Beruf erlernt“, schwärmt Luise Tews über ihre Ausbildung als Raumausstatterin bei Sandra Lebedies in Finsterwalde. Handwerkliches Gespür hat die junge Gröbitzerin aus der Familientradition der Töpferei mitbekommen. „Handwerk hat etwas Magisches an sich“, spricht sie in ihrer Dankesrede an alle Ausbildungsbetriebe den anderen Junggesellen aus dem Herzen. Besonders freut die junge Frau, dass sie von ihrem Ausbildungsbetrieb „Lebedies Wohnideen“ übernommen wird.

Zimmerer, Tischler, Ausbaufacharbeiter, Maler und Lackierer, Anlagenmechaniker, Fahrzeugbauer, Straßenbauer, Metallbauer und eben eine Raumausstatterin wurden ins Berufsleben geschickt. Roland Neumann als Beigeordneter des Landrates und der Finsterwalder Bürgermeister Jörg Gampe verbanden mit ihren Glückwünschen wie Jürgen Mahl die Hoffnung, dass möglichst viele der „Junghandwerker“ in der Region bleiben, denn „Fachkräfte werden hier dringend gebraucht“.

Als Beste des Ausbildungsjahrganges wurden neben Luise Tews der Tischlergeselle Sebastian Schadock und die Zimmerer Paul Lehmann und Daniel Gleditzsch durch Grit Sprotte von der IKK Brandenburg und Berlin sowie Simone Müller von Signal Iduna geehrt.

Sebastian Schadock von der Tischlerei Richter Finsterwalde freut sich auch darüber, dass sein Gesellenstück zu den im Potsdamer Sterncenter ausgestellten Objekten gehört. Als Wermutstropfen verhehlte Kreishandwerksmeister Jürgen Mahl auch nicht, dass einige Auszubildende die Prüfung nicht geschafft haben. Als eine Ursache sieht er auch Defizite im Bildungswesen.

Neben den vier Ausgezeichneten konnten sich auch Martin Fiebow, Christoph Podhorny, Roberto Schmidt, Konstantin John von Freyend, Jonas Drüsenau, Christopher Kinza, Sebastian Böttcher, Marcus Heimhilger, Lukas Eberle, Oliver Höse, Andre Riemer, Charly Lenz, Tom Briesenick, Dmitri Knorr, Max Heiko Hollop, Maximilian Stein und Leon Meier über die Freisprechung freuen.