Seit Wochen muss die Johanniter-Teestube ihre Türen geschlossen halten. Sei es der Mittagstisch für Senioren oder die Hausaufgaben-Hilfe für die Jüngsten: Die Angebote müssen sich der Eindämmungsverordnung gegen das Coronavirus ebenso beugen wie Schulen und Kindergärten. „Es fiel natürlich unseren Senioren, ganz schwer, die hier täglich essen kommen“, erklärt Teestuben-Verantwortliche Babett Zimmer.

Normalerweise wird im Finsterwalder Johanniter-Treff täglich frisch gekocht. Zehn bis 15 Rentner können gemeinsam essen. „Aber wir könnten die Hygienerichtlinien gar nicht einhalten und wollen das auch nicht riskieren“, erklärt Babett Zimmer. Stattdessen sei ein Essenslieferant eingeschaltet worden, der den Mittagsgästen die Mahlzeit nach Hause bringt.

Noch kein Starttermin für Finsterwalder-Teestube

Für die Jüngsten sieht es nicht besser aus: Gemeinsame Hausaufgabenhilfe, Nachhilfe und Spielnachmittag liegen vorerst auf Eis. Trotzdem sollen sie mit ihren Aufgaben nicht alleine da stehen: „Wir versuchen die Eltern über die zur Verfügung stehenden Mittel zu unterstützen.“ Wie in vielen anderen Bereichen auch, werden Internet und Telefon herangezogen.

Wann die Johanniter-Teestube Finsterwalde wieder öffnen darf, weiß Babett Zimmer noch nicht. Das Okay habe es bislang noch nicht gegeben. Trotzdem sei die Einrichtung schon besten auf den Neustart vorbereitet. Die Verantwortliche habe bereits mehr als 40 Mundschutze für sich und die Kollegen genäht. Desinfektionsmittel stehe ohnehin immer zur Verfügung. Und natürlich müssten die Abstandregeln eingehalten werden.

„Wir würden dann vielleicht eine Teilöffnung machen und erstmal den Kindern die Möglichkeit geben, dass sie ihren Treffpunkt und ihre Nachhilfe haben. Dann schauen wir mal weiter“, sagt Babett Zimmer.

Nichtsdestotrotz seien ihr auch die Probleme von Isolation und Einsamkeit der älteren Generation bewusst. Doch diese gehören schließlich zur Hochrisikogruppe. „Da müssen wir nochmal anders strukturieren“, erklärt sie. Schon jetzt stehe für Babett Zimmer fest: Soziale Einrichtungen, wie die Johanniter-Teestube werden nach der Coronakrise nochmal merklich an Bedeutung gewinnen, um über diese Zeit hinweg zu helfen.