Die aktuelle Sonderausstellung des Museums Schloss Doberlug ist was fürs Auge und fürs Sammlerherz: Sie zeigt mit einer reichen und vielfältigen Auswahl von Spielzeugen der Firma Ernst Paul Lehmann Brandenburger Spielzeuglegenden. Am 23. Januar um 18 Uhr stellt der Historiker Helmut Schwarz, ehemaliger Leiter des Spielzeugmuseums Nürnberg, die bewegte Historie dieses herausragenden Unternehmens der deutschen Spielzeuggeschichte in einem reich bebilderten Vortrag im Museum Schloss Doberlug vor. Besucher sind zudem eingeladen, die Ausstellung zu besichtigen.

Im Jahr 1881 von Ernst Paul Lehmann in Brandenburg an der Havel gegründet, erwarb sich die Firma mit ihren originell gestalteten mechanischen Blechspielwaren rasch einen guten Ruf als hochwertig und robust. Autos, Lastwagen, Luftschiffe und eine Fülle von witzig bewegten Tier- und Menschenfiguren – alle geschützt durch zahlreiche Patente – begeisterten über Jahrzehnte hinweg Kinder in aller Welt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Brandenburger Unternehmen verstaatlicht und als volkseigener Betrieb fortgeführt. Die enteignete Unternehmerfamilie startete 1950 in Nürnberg einen mühsamen Neuanfang. Mit der Entwicklung der Lehmann Großbahn (LGB) konnte die Firma ab 1968 an die alte Größe anknüpfen, bis ihr Konkurs 2006 einen Schlussstrich unter die 125-jährige Geschichte des traditionsreichen Familienbetriebs setzte.

Der Eintritt zum Vortrag kostet
inklusive Ausstellung sechs Euro,
ermäßigt drei Euro. Um Voranmeldung zur Auftaktveranstaltung wird gebeten unter Telefon 035322 6888520 oder museum-schlossdoberlug@lkee.de