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| 10:39 Uhr

Baugebiet
Gerüche verhindern Hausbau an der Hertastraße

Finsterwalde. In der guten Absicht, in der Sängerstadt neues Wohnbauland auszuweisen, hatte die Stadt ein Areal an der Hertastraße ins Auge gefasst. Doch eine detaillierte Berechnung der Geruchsbelästigung hat nun ergeben, dass für Wohngebiete zulässige Werte nahezu im gesamten Plangebiet überschritten werden.

Wie Frank Zimmermann von der Bauverwaltung im Bau- und im Hauptausschuss der Stadtverordnetenversammlung informierte, ergebe sich daraus „keine Chance, zu Planungsrecht zu kommen“. Deshalb schlug er die Aufhebung des Aufstellungsbeschlusses für die Ergänzungssatzung „Hertastraße“ vom 27. September 2017 vor. „Es hat keinen Sinn weil wir den Mief nicht wegbekommen“, so Zimmermann unmissverständlich. Dem liegt die Einschätzung eines Gutachters zugrunde, der eine eventuelle Einschränkung der Geruchsimmissionen nur durch eine Vielzahl von Maßnahmen an Klärwerk, Biogas- und Rinderanlage sehen würde. Im Ergebnis könnten auch nur für Teilbereiche des Planungsgebietes die zulässigen Geruchswerte eingehalten werden. In einem nächsten Schritt sei auch der Flächennutzungsplan zu ändern, der für den Planungsraum größtenteils Wohnbaufläche darstelle.

In den Ausschüssen folgten die Abgeordneten der Empfehlung des Bauexperten einstimmig. Das letzte Wort haben die Stadtverordneten in ihrer Sitzung am Mittwoch, 28. Februar, ab 18 Uhr im Saal des Schlosses.

(gb)