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| 20:19 Uhr

Aus der evangelischen Kirche
Lange verlobt, endlich geheiratet

 „Alle unter einem Schirm“, das war das Motto des Festgottesdienstes zur Fusion der Kirchengemeinden Goßmar, Schönewalde, Sonnewalde und Großkrausnik am vergangenen Sonnabend.
„Alle unter einem Schirm“, das war das Motto des Festgottesdienstes zur Fusion der Kirchengemeinden Goßmar, Schönewalde, Sonnewalde und Großkrausnik am vergangenen Sonnabend. FOTO: Franziska Dorn
Sonnewalde. Vier Kirchengemeinden feiern Fusion zur Kirchengemeinde St. Marien Sonnewalde. Von Franziska Dorn

Seit dem 1. April sind die Kirchengemeinden Goßmar, Sonnewalde, Schönewalde und Großkrausnik zur evangelischen Kirchengemeinde St. Marien Sonnewalde vereint. Am Sonnabend wurde das Fusionsfest gefeiert. Was auf dem Papier vollzogen wurde, war längst gelebte Praxis: Die Menschen in den Kirchengemeinden sind mit den Jahren zusammengerückt. „Nach einer langen Verlobungszeit kommt nun die Hochzeit“, formulierte es Thomas Bubner vom Gemeindekirchenrat in dem musikalischen Festgottesdienst.

„Bei einer Fusion gibt man immer ein Stück auf, aber man fokussiert sich auf die Zukunft. Unsere Botschaft kann Veränderungsprozessen standhalten. Bereits Martin Luther sprach von einer Kirche, die einem ständigen Wandel unterliegt“, sagte Pfarrer Maik Hildebrandt in seiner Predigt. Er wählte für die Fusion das Bild vom Schirm, unter dem sich alles vereint.

Was jede Gemeinde mitbringt, kann sich sehen lassen. In Zeckerin gibt es eine restaurierte Kirche. Schönewalde bringt neben der kleinen Kirche ein Pfarrhaus mit, das als Ort für Kinderfreizeiten dient. In Wehnsdorf im Landkreis Dahme-Spreewald gibt es zwar wenige, aber sehr engagierte Christen. Großkrausnik bereichert mit einem aktiven Frauenkreis. Eine gute Partie ist Goßmar mit einer soliden Haushaltslage, vielen Hektar Land und dem Kirchenchor. In Sonnewalde bündeln sich im Pfarrhaus die Christenlehre, der Posaunenchor und der Konfirmandenunterricht.

„Mit Gott als Schirmherrn werde aus dieser Verbindung etwas Gutes werden“, sagte Hildebrandt. Auch wenn man sich mehr Hochzeitsgäste gewünscht hätte, war es ein gebührendes Fest mit gemütlichem Ausklang auf dem Hof des Pfarrhauses inklusive gutem Essen und schwungvoller Musik vom Goßmarer Kirchenchor und den Posaunen aus Sonnewalde.