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Gegen die alte Sandpiste

Leserbrief. Zum LR-Artikel "Finsterwalde an der Autobahn" vom 25. August: Der tägliche Verkehr durch die Ernst-Moritz-Arndt-Straße ist für die Anlieger zweifelsfrei eine Zumutung, die bisher bei Umleitungen sicherlich einmalig ist. Ernst HampickeMitglied "Bürger für Finsterwalde"

Um gemeinsam mit den Anliegern Veränderungen zu finden, fand dort ein Vor-Ort-Gespräch mit dem Bürgermeister Herrn Gampe (CDU), dem Präsidenten der Landesverkehrswacht Herrn Genilke (CDU), Mitgliedern der Verkehrswacht und der Polizei statt. Solche Vor-Ort-Gespräche sind zu begrüßen, werden aber in solchem Rahmen nicht oft gemacht, aber es stehen ja Wahlen an. Ich nutze oft diese Straße und staune, wie diese so schnell hergestellte Bitumenschicht die Belastung aushält und sicher weiter aushalten wird, zumal der Bürgermeister die Durchfahrt der Lkw verhindern will.

Doch was nach Fertigstellung der Baumaßnahme B 96 passieren soll, ist als Schildbürgerstreich noch human ausgedrückt. Die Bitumendecke muss mit nachfolgender Begründung von Herrn Genilke wieder abgetragen werden. "Die Straßenausbausatzung regelt nicht nur den grundhaften Ausbau der Straße mit allen Medien, die verlange auch, dass Anlieger sich am Straßenausbau finanziell beteiligen." Diese Aussage zum Gesetz ist richtig, im Fall Ernst-Moritz-Arndt-Straße aber nach meiner Auffassung nicht zutreffend und daher als Begründung falsch. Die Bitumendecke aufzutragen war aufgrund der Umleitungsführung notwendig. Die Anlieger hatten damit überhaupt nichts zu tun.

Der nun durch die neue Verkehrsführung sehr starke Verkehr rund um die Uhr nervt ganz nachvollziehbar die doch sehr einsichtigen Anlieger. Die Enttäuschung der Anlieger, dass nach der Umleitung es wieder eine Anliegerstraße und Sackgasse als Sandpiste wird, war groß und verständlich, denn nach Fertigstellung der B 96 soll nach obiger Begründung der Politiker wieder Geld ausgegeben werden, um die Bitumendecke zu entfernen. Ich hätte mir gewünscht, wenn die beiden Politiker die Aussage getroffen hätten: "Wir werden alles daran setzen, dass das nicht passiert."