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Tourismus im Elbe-Elster-Land
Geburt einer neuen Motorrad-Route

Das Trio, das den Plan schmiedet: Thilo Richter für die Lokale Aktionsgruppe Elbe-Elster, Margot Fehrmann für den Dresdner Heidebogen und Jochen Reinicke, daheim im Elbe-Röder-Dreieck (v.l.n.r.).
Das Trio, das den Plan schmiedet: Thilo Richter für die Lokale Aktionsgruppe Elbe-Elster, Margot Fehrmann für den Dresdner Heidebogen und Jochen Reinicke, daheim im Elbe-Röder-Dreieck (v.l.n.r.). FOTO: Anne Hübschmann
Elbe-Elster. Motorradgäste sollen fürstlich urlauben: Ein grenzübergreifendes touristisches Projekt in Elbe-Elster, Elbe-Röder-Dreieck und Dresdner Heidebogen startet.

Noch sind die NachbarRegionen Elbe-Elster und das Gebiet nördlich von Dresden ein weitgehend weißer Fleck für Motorradtouristen. Es gibt kaum offizielle Routen, kaum motorradfreundliche Hotels und Pensionen. Dresden indessen und der Spreewald sind inzwischen beliebte Ziele für die motorisierten Fahrer. Daher haben sich grenzübergreifend die Lokale Aktionsgruppen Elbe-Elster (Brandenburg) sowie Elbe-Röder-Dreieck und Dresdner Heidebogen (beide Sachsen) zusammengeschlossen, um eine neue Motorradroute zu entwickeln. „Wir haben in einer Studie herausgearbeitet, dass unsere Region ein sehr wertvolles Ziel für motorisierte Gäste ist“, sagt Thilo Richter, Vorsitzender der Lokalen Aktionsgruppe Elbe-Elster. Der Verein setzt die Prioritäten für Projekte, die aus den europäischen Fördertöpfen der ländlichen Region beflügelt werden sollen.

Dreh- und Angelpunkt der neu zu entwickelnden Route sei die gemeinsame Sächsisch-Preußische Historie, die sich an die Fürstenstraße der Wettiner anlehne. Stätten der „augusteischen Festkultur“, die barocke Sinnesfreude, sind auf der Route ebenso zu finden, wie kulinarische Kostbarkeiten und Genuss. Die Historie verschiedener Adelsgeschlechter findet sich noch heute an teilweise so bekannten Orten wie dem Schloss Moritzburg und der Albrechtsburg in Meißen, aber auch an überregional unbekannteren Orten wie dem Gut Saathain im Elbe-Elster-Land. „Derzeit werden die Eckpunkte für die fürstliche Route erarbeitet“, fügt Jochen Reinicke, Vorsitzender der LAG Elbe-Röder-Dreieck hinzu. „Ende des Jahres wird eine Route fertig sein“, teilt Margot Fehrmann, Vorsitzende der LAG Dresdner Heidebogen mit.  Das Projekt wird unterstützt aus Mitteln des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes.

Parallel werden für das Projekt motorradfreundliche Gasthöfe, Restaurants, Hotels und Pensionen gesucht, die sich für das ADAC-Siegel „motorradfreundlicher Betrieb“ bewerben wollen. Dazu gibt es am 18. April einen kostenfreien Workshop für interessierte Gastronomen und Hoteliers aus dem Projektraum.

Anmeldungen sind erbeten an kerstin.fiedler@planernetzwerk.de.