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| 10:25 Uhr

Wieder Leben in alten Gemäuern
Gebäudeensemble lebt wieder auf

Carsten Schultz von der Scholz & Schultz GbR zeigt im Innenhof des ehemaligen Finanzamtes an der Oscar-Kjellerg-Straße 15 bis 17 den Grundriss der insgesamt vier Häuser mit 12 000 Quadratmetern zu vermietender Fläche.
Carsten Schultz von der Scholz & Schultz GbR zeigt im Innenhof des ehemaligen Finanzamtes an der Oscar-Kjellerg-Straße 15 bis 17 den Grundriss der insgesamt vier Häuser mit 12 000 Quadratmetern zu vermietender Fläche. FOTO: Gabi Böttcher / LR
Finsterwalde. Die alte Tischfabrik in der Rosa-Luxemburg-Straße ist wieder voll vermietet. Jetzt nehmen sich Stephan Scholz und Carsten Schultz den Gebäudekomplex an der Oscar-Kjellberg-Straße vor. Von Gabi Böttcher

Das Flottmachen von teils verwaisten, auf alle Fälle über lange Zeit stiefmütterlich behandelten Immobilien haben sich die Geschäftspartner in der eigens gegründeten Scholz und Schultz GbR auf die Fahne geschrieben. Mit Erfolg hatten sie zunächst jeder für sich kleinere Häuser wieder flott gemacht. Mit dem unter Finsterwaldern als ehemalige Tischfabrik bekannten Gebäude in der Rosa-Luxemburg-Straße 26 wagten sie sich vor zwei Jahren gemeinsam an ein anspruchsvolleres Objekt heran. Ergebnis: Im Februar dieses Jahres wurde hier der letzte Mietvertrag unterzeichnet. Wohnungen, Büros und Gewerberäume sind im ehemaligen Fabrikgebäude etabliert.

Mit dem Kauf des aus vier Häusern bestehenden Gebäude-Ensembles Oscar-Kjellberg-Straße 15 bis 17 zu Beginn des Jahres 2018 stellen sich Stephan Scholz und Carsten Schultz einer Herausforderung neuer Dimension. Insgesamt 12 000 Quadratmeter vermietbare Fläche sind auf dem rund 9000 Quadratmeter großen Grundstück zu bewirtschaften. Eine Immobilienfirma aus Dresden als Vorbesitzerin hatte nicht den langen Atem, um wieder eine gravierende Trendwende für das vor allem mit  dem ehemaligen  Finanzamt in Verbindung gebrachte Areal herbeizuführen. Jetzt packen es zwei Männer aus der Region an. Der Massener Stephan Scholz, von Hause aus Tischlermeister und als Geschäftsführer der in Massen ansässigen Tom GmbH bekannt, und der Doberlug-Kirchhainer Carsten Schultz, der für ein  großes Unternehmen im Außendienst unterwegs ist,  können bereits auf erste Erfolge im neuen Objekt verweisen. Mit der Ansiedlung der Cottbuser callplus telemarketing GmbH, die zunächst rund 350 Quadratmeter in der ersten Etage des ehemaligen Finanzamtes nutzt, konnte ein zukunftsorientiertes Unternehmen in der Sängerstadt beheimatet  werden. „Wir könnten problemlos die gesamte erste Etage, das sind etwa 600 Quadratmeter, vermieten. Da callplus eine Erweiterung für möglich hält, halten wir diese Fläche zunächst zurück“, erklärt Stephan Scholz. Doch für weitere, etwa 6000 Quadratmeter Fläche seien unternehmerische Ideen willkommen, unterstreichen die Geschäftspartner. Mit Freude sehen sie, dass sich ein hier ebenfalls angesiedeltes Sozialraum-Projekt aus Calau mit weiteren Zukunftsvorhaben für den Standort beschäftigt, die Gaststätte in seine Pläne einbezieht.

Von den vorherigen Eigentümern des Gebäudekomplexes seien alle Mietverträge übernommen worden, darunter auch mit Mietern von Wohnungen sowie heimischen Bands, die im Bereich unter dem jetzigen Callcenter ungestört – und ohne zu stören – proben können. Mit der Post, der DAA, dem Tanzsportclub „Sängerstadt“ und neuerdings dem Arbeitslosen-Service-Center befinden sich weitere bekannte Mieter in dem in verkehrstechnisch günstiger Lage befindlichen Gebäudekomplex. Die Nachbarschaft des Kjellberg-Unternehmens und der künftigen Finsterwalder Stadthalle sehen Stephan Scholz und Carsten Schultz als Standort-Plus. Ganz zu schweigen von der nach einer Rosskur komplett erneuerten Oscar-Kjellberg-Straße. Einen handfesten Arbeitsplatz-Effekt bringen die neu erworbenen, großen Immobilien auch: Für kaufmännische und Verwaltungsaufgaben wurde zum 1. Januar eine Fachfrau eingestellt. Sie ist im Büro der IBS GmbH & Co KG in der Leipziger Straße Ansprechpartnerin.

Optimistisch blicken die Geschäftspartner Scholz und  Schultz nach vorn. Nicht  von ungefähr haben sie sich für die Gebäude an der Oscar-Kjellberg-Straße entschieden. Kapazitäten und infolge der Vornutzung bereits vorhandene Infrastruktur bis hin zu den Medienanschlüssen und schnellem Internet  böten beste Voraussetzungen. Mit zwei weiteren Firmen sei man bereits im Gespräch, weitere Interessenten seien selbstverständlich  jederzeit willkommen.