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| 02:41 Uhr

Gastronomen sind scharf auf das Café am Schwanenteich

Diana Mäurer will auch im neuen Café im Tierpark gern die Versorgung der Besucher übernehmen.
Diana Mäurer will auch im neuen Café im Tierpark gern die Versorgung der Besucher übernehmen. FOTO: Heike Lehmann
Finsterwalde. Diana Mäurer, bisherige Pächterin vom Kiosk im Finsterwalder Tierpark, hat Angst um ihre Existenz und sammelt morgen Unterschriften.

(leh) Im Frühjahr soll das neue Café am Schwanenteich im Finsterwalder Tierpark eröffnet werden. Bislang ist Diana Mäurer davon ausgegangen, dass sie auch dort wieder, wie bisher im alten Kiosk, kocht, bäckt, brät und Getränke verkauft. Doch jüngere Signale beunruhigen sie und ihre Kundschaft, wie sie sagt. Deshalb wird sie mit deren Unterstützung am morgigen Mittwoch von 10 bis 14 Uhr auf dem Markt Unterschriften sammeln. Diana Mäurer möchte ihren Job im Tierpark nicht verlieren, glaubt aber, dass Mitbewerber womöglich bevorzugt werden.

In der Tat gibt es mehrere Interessenten, hat Manfred Schäfer, Vorsitzender vom Förderverein Tierpark Finsterwalde, gestern auf Nachfrage bestätigt. Aber noch sei nichts entschieden. Schäfer sagt: "Die Stadt ist Eigentümerin und hatte als solche bisher auch die Personalhoheit. Momentan laufen die Verhandlungen über einen Pachtvertrag zwischen der Stadtverwaltung und dem Förderverein." Kann man sich einigen, dann wird der Förderverein das Café unterverpachten. Im Vorstand, zu dem auch Diana Mäurer gehört, sei entschieden worden, dass dafür eine Ausschreibung erfolgt. "Da kann sich dann auch Frau Mäurer mit ihrem Konzept wieder bewerben", versichert Schäfer, der allerdings sagt, dass ihm die Art und Weise ihres Vorgehens deutlich missfällt. Fünf Jahre hat die 46-jährige den Tierparkkiosk betrieben. "Im ersten Jahr über EEpL, dann vier Jahre selbstständig und seit 2015 unbefristet", sagt sie. Urlaub hat sie sich nicht gegönnt, an Feiertagen und in den Ferien durchgezogen.

Für den Bau des neuen Cafés musste der Kiosk weichen. Diana Mäurers Pachtvertrag mit der Stadt wurde "aufgekündigt, ausschließlich zwecks Abriss und Neubau", sagt die Frau aus Zeckerin, die derzeit Hartz IV bezieht. "Ich habe mein Gewerbe nicht abgemeldet, hänge jetzt aber in der Luft", meint sie und will kämpfen.