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| 17:38 Uhr

Aufrührende Geschichten
Gasthaus Griebner in Blau, Weiß, Rot geschmückt

 Beim Weltgebetstag in Klingmühl gab es typisch slowenische Gerichte.
Beim Weltgebetstag in Klingmühl gab es typisch slowenische Gerichte. FOTO: Franziska Dorn
Klingmühl. Weltgebetstag zu slowenischen Frauenschicksalen.

Vor wenigen Tagen wurde auch im kleinen Klingmühl der Weltgebetstag gefeiert. Etwa 80 Gäste fanden sich im Gasthaus Griebner ein, dessen Saal in den slowenischen Nationalfarben Blau, Weiß und Rot geschmückt war, wie Franziska Dorn vom Kirchenkreis Niederlausitz berichtet.

„Kommt, alles ist bereit!“ war das Motto des Weltgebetstages, der weltweit in etwa 170 Ländern von evangelischen und katholischen Christinnen und Christen gefeiert wird und diesmal Slowenien als Schwerpunktland hatte. Eine Gruppe unter Leitung von Heike Wolf aus Betten gestaltete die Feier mit Lichtbildern, Texten, landestypischer Musik und einer Diashow. Schicksale von Frauen in Slowenien standen im Mittelpunkt. Viele Sloweninnen haben erlebt, was es heißt, Flüchtling zu sein. Migrantinnen, Gastarbeiterinnen und auch eine Roma kamen zu Wort. Pfarrer Michael Wolf hatte mit den Kindern Henriette, Eduard und Max sowie Nachbarin Sara zu Piano, Violine, Cajon, Percussion, Klarinette und Blockflöte gegriffen. Sie begleiteten  die eingängigen slowenischen Lieder. Paulina und Clemens aus Lichterfeld mit Annalena aus Lieskau, drei Achtklässler, werden bald Konfirmation feiern. „Wir finden die große Gemeinschaft beim Weltgebetstag gut. Man lernt etwas über die Kultur der verschiedenen Länder und hört die Geschichten von Menschen. Vor allem freuen wir uns auf das leckere Essen“, sagten sie und  sammelten Spenden für ein Hilfsprojekt, das weltweit Frauen unterstützt, die in Not geraten sind.

Viele Köchinnen aus Lieskau, Lichterfeld, Betten, Sallgast und Dollenchen hatten für das gemeinsame Essen landestypische Gerichte wie Slowenische Bohnensuppe, Schopskasalat, Spinatmoussaka und diverse Süßspeisen auf das große Buffet gebracht. Monika Goldberg aus Lieskau war mit ihren Feriengästen, Enkelinnen Lea und Pia aus Leipzig, gekommen. Am Nachbartisch saßen Gäste aus Erfurt. „Wir sind beeindruckt, wie aufwendig hier der Weltgebetstag gefeiert wird. Das kennen wir so nicht“, stellten sie fest.

(pm/leh)