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| 19:37 Uhr

Rohrbruch in Münchhausen
Ganz Sonnewalde ohne Wasser

Ein Rohrbruch in der Trinkwasserhauptleitung sorgte am Montag dafür, dass 3250 Kunden in Sonnewalde kein Wasser hatten.
Ein Rohrbruch in der Trinkwasserhauptleitung sorgte am Montag dafür, dass 3250 Kunden in Sonnewalde kein Wasser hatten. FOTO: Heike Lehmann
Sonnewalde. Nach einer Störung im Wasserwerk Kirchhain am Sonntagabend war die Stadt doppelt betroffen. Von Heike Lehmann

Seit den frühen Morgenstunden war am Montag die gesamte Stadt Sonnewalde inklusive aller Ortsteile ohne Trinkwasser. „Betroffen sind 3249 Kunden“, sagte Dietmar Seidel, Verbandsvorsteher vom Wasser- und Abwasserverband Westniederlausitz (WAV).

Ursache war ein Rohrbruch in der Trinkwasserhauptleitung in der Ortslage Münchhausen, der sich in der Nacht zum Montag ereignet hatte. Die Leitung unter der B 96, direkte Verbindung vom Wasserwerk Kirchhain ins Versorgungsgebiet Sonnewalde, hatte ein Leck. Druckabfall wurde angezeigt, gegen 6.30 Uhr begannen die Reparaturarbeiten.

Beim WAV und der Stadtverwaltung Sonnewalde liefen die Telefone heiß. Der WAV informierte deshalb auf seiner Homepage: +++ Aktueller Hinweis für unsere Kunden im Versorgungsbereich Sonnewalde: Aufgrund eines Wasserrohrbruchs an der Hauptleitung in Münchhausen ist derzeit die Versorgung mit Trinkwasser für die Stadt Sonnewalde inklusive aller Ortsteile nicht möglich. Die Reparaturarbeiten dauern voraussichtlich bis zum späten Nachmittag an. +++

Sowohl Verbandsvorsteher Dietmar Seidel als auch Bürgermeister Werner Busse informierten sich vor Ort. Werner Busse: „Wir haben unsere vier Kitas mit Mineralwasser aus dem Supermarkt und per Wassertankwagen mit Brauchwasser versorgt.“ In der Kita Sonnenschein freute man sich über die Umsicht. Leiterin Roswitha Lehmann: „Unser Tee für die Kinder war zum Glück schon gebrüht, als das Wasser ausblieb. Unser Essen bereiten wir mit dem Dampfgarer auf. Abgewaschen wurde das Nötigste, der Rest muss warten, bis wieder Wasser läuft.“ Betroffene Betriebe wurden vom WAV-Chef informiert. Teilweise hat man Maschinen abgestellt.

Die Stadt Sonnewalde hat ihre Kitas sofort mit Mineralwasser und Brauchwasser versorgt, hier Erzieherinnen der Kita Sonnenschein in Sonnewalde.
Die Stadt Sonnewalde hat ihre Kitas sofort mit Mineralwasser und Brauchwasser versorgt, hier Erzieherinnen der Kita Sonnenschein in Sonnewalde. FOTO: Heike Lehmann

Kurz vor 12 Uhr war klar, dass ganz offensichtlich ein Stein auf das Rohr gedrückt hatte und ursächlich war für einen Riss. Ein Stück der 200er-PVC-Leitung von 2,09 Metern Länge wurde ersetzt. Seit 13.45 Uhr kündigte der WAV im Internet an: „In ca. 1 bis 2 Stunden sollte die Wasserversorgung in dem betroffenen Bereich wie gewohnt erfolgen.“ Entlüften, Bakteriologie, Abspülen, Netz hochfahren. 16 Uhr war die Wasserversorgung in Sonnewalde wieder vollständig gewährleistet.

Kein Rohrbruch indes war der Zwischenfall am Sonntagabend. Dietmar Seidel: „Eine Störung in der elektrischen Schaltung vom Wasserwerk Kirchhain sorgte gegen 20.30 Uhr in Teilen von Kirchhain und Sonnewalde für Druckabfall und teilweise Totalausfall.“ 23.30 Uhr war alles wieder in Ordnung.

Werner Busse (l.) und Dietmar Seidel (r.) lassen sich das Leck zeigen.
Werner Busse (l.) und Dietmar Seidel (r.) lassen sich das Leck zeigen. FOTO: Heike Lehmann

Doch nicht jeder zeigte Verständnis. Frank Böde wandte sich Montag an die RUNDSCHAU. „Seit etwa 7.30 Uhr kein Wasser. Nächster Platzer nach gestern Abend ... Bei zu erwartenden 35 Grad kommt das gut bei Alten und Kranken. Danke WAV.“