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Gampe bleibt – Broszinski deutlich vorn

Finsterwalde/Doberlug-Kirchhain. Dass in den Städten zusätzlich zur Wahl des Bundestages über das Stadtoberhaupt für die nächsten acht Jahre zu entscheiden war, blieb hier nicht ohne Einfluss auf die Wahlbeteiligung. Noch vor 20 Uhr lag der Amtsinhaber Jörg Gampe (CDU) in Finsterwalde klar mit 66,6 Prozent der Stimmen vor Herausforderer Ronny Zierenberg (Bürger für Finsterwalde). Gabi Böttcher und Heike Lehmann

Er hatte die Mehrheit und Mindeststimmenzahl von 2132 überschritten. Damit bleibt er Bürgermeister.

In Finsterwalde zeichnete sich bereits am Nachmittag eine Beteiligung um die 50 Prozent ab. Um 14 Uhr lag sie in allen Finsterwalder Wahllokalen bei 38 Prozent. Bei der Bürgermeisterwahl 2009 lag sie in Finsterwalde am Ende des Tages bei 48,8 Prozent. Marco Bergmann, Ortsvorsteher und Wahlhelfer im Ortsteil Sorno: "Kurz vor 18 Uhr hatten wir um die 80 Prozent Wahlbeteiligung. Bei der letzten Bundestagswahl waren es nur 69 Prozent."

Zufallsumfragen deuteten in der Sängerstadt auf eine Mehrheit, die auf Bekanntes und Bewährtes setzt. Jedoch waren gleichzeitig Stimmen zu hören, die generell in der Politik den "Wechsel an der Spitze und frischen Wind" als dienlich ansehen. Im Wahllokal 5, Grundschule Stadtmitte, konnte sich Wahlvorstand Marlies Kniesche und ihr Team über ein Kommen und Gehen freuen. Gegen 13.30 Uhr hatte in ihrem Lokal der CDU-Direktkandidat um ein Bundestagsmandat, Michael Stübgen, seine Stimme abgegeben. Und das "mit einem netten Lächeln", wie Marlies Kniesche berichtet.

Spannend verlief der Abend auch in Doberlug-Kirchhain. Dort maß sich Amtsinhaber Bodo Broszinski (FDP), der ein drittes Mal kandidierte, mit drei Herausforderern - Sebastian Rudolph (CDU), Torsten Drescher (SPD) und Ingo Setzermann (parteilos/Linke). Nach 17 ausgezählten Wahlbezirken (von 20) lag Bodo Broszinski mit 45,8 Prozent der Stimmen vor Sebastian Rudolph mit 26,8 Prozent, Torsten Drescher mit 15,9 Prozent und Ingo Setzermann mit 11,4 Prozent.

Wahlleiterin Jana Lange konstatierte bis 16.45 Uhr einen Wahlverlauf ohne Zwischenfälle und mit zufriedenstellender Wahlbeteiligung schon um 14 Uhr. In den Ortsteilen war zu dem Zeitpunkt etwa jeder zweite Wahlberechtigte bereits an der Wahlurne. In der Kernstadt immerhin 40 Prozent der Wähler. Knapp 1000 Wähler haben die Briefwahl bevorzugt.