“Die Bedingungen für die Notfallrettung werden sich zeitgemäß verbessern„, versprach der Landrat und dankte den Männern und Frauen vom Deutschen Roten Kreuz, die derzeit noch in der Finsterwalder Grenzstraße ihren Dienst tun. Von der künftig um knapp drei Kilometer verkürzten Distanz zwischen Krankenhaus und Rettungswache versprechen sich Reiner Sehring und die Einsatzkräfte eine Optimierung der Rettungskette. Für Menschen, die ihr Leben verkürzten Einsatzzeiten verdanken, werde die Investition von 1,2 Millionen Euro bestens angelegt sein, verdeutlichte der Landrat. Er sei froh, dass das Grundstück in der Kirchhainer Straße für diesen Neubau gefunden worden sei.

Rolf Rahnefeld, der Ärztliche Direktor des Klinikums Elbe-Elster, lobte die durch den neuen Standort der Rettungswache viel enger werdende Rettungskette. “Es kann dann viel koordinierter und enger zusammengearbeitet werden„, blickt Rolf Rahnefeld voraus. Die Rettungsassistentin Katrin Schwan (24), die mit einigen ihrer Kollegen zum künftigen Arbeitsort gekommen war, freut sich auf bessere Arbeitsbedingungen, als sie bislang in der Rettungswache in der Grenzstraße gegeben sind. Auch der Notarzt kann sich auf ein eigenes Rückzugsgebiet freuen. In den nächsten Tagen, so Mirko Lindstädt, der Chef der beauftragten Baufirma, geht es nun an den zweiten Teil der Fundamente. Dort werden sich künftig die Garagen befinden, die auch die neuen, 2,85 Meter hohen Rettungsfahrzeuge aufnehmen können.

Ein Grund zur Freude ist die neue Rettungswache auch für Finsterwaldes Bürgermeister Jörg Gampe (CDU). “Das werte ich auch als ein Signal für den Standort des Krankenhauses. Es gibt den Einwohnern Sicherheit.„ Dass heimische Firmen den Bau ausführen, sei ebenfalls erfreulich. Der Bürgermeister blickt allerdings parallel zur Fertigstellung der Rettungswache auf die geplante Sanierung der vorüberführenden Landesstraße in den Jahren 2011/2012. Da sei für die entsprechenden Anbindungen zu sorgen. Angesichts aktueller Spardebatten im Lande hoffe er, dass sich an den Planungen nichts mehr ändere.

Auf der sicheren Seite ist in dieser Hinsicht der Finsterwalder Architekt Jürgen Habermann, der dem neuen Funktionsgebäude seine Handschrift gegeben hat. Wesentlich sei es gewesen, in wenig Volumen allen Anforderungen zu entsprechen, für kurze Verkehrswege zu sorgen. Wie die an der Baustelle Vorüberfahrenden nun auch auf einer Bautafel sehen können, soll die Rettungswache äußerlich weiß und mit roten Akzenten daherkommen.