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Für mehr Sicherheit und Lebensqualität

Spatenstich mit Ministerin Kathrin Schneider (M.) und Bürgermeister Bodo Broszinski (4.v.r.). V.l.: Matthias Schneller, Ortsvorsteher Gert Fest, Martina Mieritz, die Landtagsabgeordneten Diana Bader (Linke) und Iris Schülzke (BVB/Freie Wähler) und Thomas Lehmann.
Spatenstich mit Ministerin Kathrin Schneider (M.) und Bürgermeister Bodo Broszinski (4.v.r.). V.l.: Matthias Schneller, Ortsvorsteher Gert Fest, Martina Mieritz, die Landtagsabgeordneten Diana Bader (Linke) und Iris Schülzke (BVB/Freie Wähler) und Thomas Lehmann. FOTO: Lehmann
Hennersdorf. Jetzt geht es endlich los! Das hat sich gestern nicht nur manch Hennersdorfer gesagt. Der Ausbau der viel befahrenen Ortsdurchfahrt ist beim Land aus finanziellen Gründen immer geschoben worden. Gestern war feierlicher erster Spatenstich mit Verkehrsministerin Kathrin Schneider. Heike Lehmann

Mehr Verkehrssicherheit und mehr Lebensqualität hat Brandenburgs Verkehrsministerin Kathrin Schneider (SPD) am Montagvormittag beim ersten Spatenstich für die Sanierung der Ortsdurchfahrt in Hennersdorf versprochen. Mit dem Straßenbau und der zeitgleichen Erneuerung der Brücke über die Bahn in Richtung Doberlug-Kirchhain packt das Land Brandenburg zwei Großprojekte an. Die allerdings seit Langem auf Umsetzung warteten.

Kathrin Schneider bezeichnete die Landesstraße 60 als wichtige Verbindung zwischen Finsterwalde und Herzberg. So wichtig, dass auch die Ortsdurchfahrt Schönborn und die Kirchhainer Straße in Finsterwalde im Bau sind. Dort übrigens stand die Ministerin gestern plötzlich selbst vor gesperrter Straße und musste die Umfahrung suchen.

Bis 2025 werden für die L 60 bis zu 7000 Fahrzeuge in 24 Stunden prognostiziert. Der Schwerlastanteil liegt bei rund acht Prozent. Seit mindestens zwanzig Jahren lag die fertige Planung in den Schubladen. Dank 100-Millionen-Euro-Programm für Landesstraßen - einer wichtigen Investitionsentscheidung in dieser Legislaturperiode, so die Ministerin - kann nun ein weiteres Teilstück von etwa 1,4 Kilometern erneuert werden. Der Ausbau erfolgt bis Oktober 2017 in zwei Bauabschnitten einschließlich Ortseingangsinsel in Richtung Doberlug-Kirchhain und Fahrradschutzstreifen. Ab Montag, 27. Juni, wird die Straße voll gesperrt.

Günstig ist die Erneuerung der maroden Brücke über die Bahn wegen der Sperrung der Strecke Berlin-Dresden ab August. Für beide Infrastrukturprojekte stellt das Land vier Millionen Euro bereit. Der Wasser- und Abwasserverband Westniederlausitz finanziert und baut eine neue Trinkwasserleitung. Und auch die Stadt Doberlug-Kirchhain beteiligt sich am Straßenbau im Ortsteil Hennersdorf. "Wir sind mit 50 000 Euro bei der Umgestaltung der Sternkreuzung dabei", so Bürgermeister Bodo Broszinski (FDP) gestern vor zahlreichen Einwohnern, Landtagsabgeordneten, Vertretern vom Kreistag, Stadtverordneten und Verwaltungsmitarbeitern.

Broszinski nutzte die Gunst der Stunde und knüpfte am Ministerinnen-Wort für die "wichtige Verbindung zwischen Finsterwalde und Herzberg" an. Er bat, den Ausbau der Feldstraße als L 70-Umfahrung wieder in die Landesplanung aufzunehmen. "Derzeit zwängt sich der gesamte Schwerlastverkehr Richtung Herzberg durch das ,Nadelöhr' Hennersdorfer Damm im Stadtteil Kirchhain", sagte er und übergab der Ministerin entsprechende Unterlagen.