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Fünf Preisträger und ein Superstar

Der Ausbildungspreis 2017 der Sparkassenstiftung "Zukunft Elbe-Elster-Land" ist vergeben. Elbe-Elster-Landrat Christian Heinrich-Jaschinski (CDU) gratuliert den fünf Besten Madeleine Peter, Christian Winter, Franz Ritter, Anett Gabriel und Kevin Schmidt (v.r.).
Der Ausbildungspreis 2017 der Sparkassenstiftung "Zukunft Elbe-Elster-Land" ist vergeben. Elbe-Elster-Landrat Christian Heinrich-Jaschinski (CDU) gratuliert den fünf Besten Madeleine Peter, Christian Winter, Franz Ritter, Anett Gabriel und Kevin Schmidt (v.r.). FOTO: Gabi Böttcher
Finsterwalde. Franz Ritter hat einen Zukunftsplan. Sein Preisgeld von 1000 Euro will er in seine weitere Ausbildung als Techniker oder Meister investieren und später den Betrieb seines Vaters übernehmen. Gabi Böttcher

Der 19-jährige Zimmermann aus Schönewalde hat sich schon während seiner Ausbildung einer besonderen Herausforderung gestellt: Trotz des Wechsels der Berufsschule von Herzberg nach Cottbus glänzte er mit überdurchschnittlichen Leistungen. Damit überzeugte er auch die strenge Jury, die in diesem Jahr zum 16. Mal den Ausbildungspreis der Sparkassenstiftung "Zukunft Elbe-Elster-Land" vergab. Dieser Preis ging weiterhin an Kevin Schmidt, Anett Gabriel, Christian Winter und Madeleine Peter.

Wie hoch die Latte der Zugangsvoraussetzungen für eine Nominierung liegt, wird daran deutlich, dass es 2017 nur 15 statt der möglichen 20 Nominierungen durch Handwerkskammer und IHK gab und der Kreisbauernverband keinen Lehrling mit außerordentlichem Abschluss vorschlagen konnte. Die insgesamt fünf Preisträger sowie weitere zehn zweite Preisträger nahmen am Dienstagnachmittag im Pavillon der Sparkasse Elbe-Elster in Finsterwalde das Lob für ihre überdurchschnittlichen Ergebnisse entgegen. Zum Superstar unter den ebenfalls viel gelobten Ausbildern avancierte Jens Jäger von der uesa GmbH. Seine Schützlinge hatten der Jury berichtet, welchen großen Anteil er an ihren Ergebnissen hat. Auf die entscheidende Komponente des Zusammenspiels von Auszubildenden und Ausbildern hatte schon in seinen Begrüßungsworten Elbe-Elster-Landrat Christian Heinrich-Jaschinski (CDU) verwiesen. Er appellierte an die Ausbilder, nicht in dem Bemühen um die jungen Menschen nachzulassen. "Denn wir wollen ihnen eine gute Ausbildung in unserer Heimat ermöglichen", so der Landrat. Thomas Hettwer von der Sparkassenstiftung konstatierte, dass sich in der Geschichte des Ausbildungspreises erstmals zwei Preisträger aus einem Unternehmen befinden. Damit habe sich uesa für die Champions League der Ausbildungsbetriebe qualifiziert.

In seiner Festrede warb der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Cottbus, Knut Deutscher, dafür, den beruflichen Weg zum Meister weiterzugehen, einen eigenen Betrieb zu gründen und wieder junge Menschen auszubilden. Dass in diesem Jahr im Bereich der Cottbuser Handwerkskammer 56 Jugendliche mehr eine Lehre begonnen haben als im vorigen Jahr, wertete er als erfreulich und zugleich notwendig. "Es gibt mehr Aufträge als Handwerker. Es werden händeringend Unternehmensnachfolger gesucht. Denken Sie darüber nach, sich in einem eigenen Unternehmen zu verwirklichen", so sein Appell an die erfolgreichen Azubis. Das Duale System der Ausbildung würdigte Deutscher als eines der besten Dinge, die man im Lande vorweisen könne.

Das sind die zweiten Preisträger des Ausbildungspreises 2017:

Jens Windisch und Anna-Sophie Hockauf (beide Finsterwalde), Anne Julia Knape und Richard Schulze (beide Herzberg), Christoph Trabandt (Bad Liebenwerda), Nicole Grunewald und David Schröder (beide Wahrenbrück), Enrico Gattermann (Heideland), Mareen Pratsch (Sonnewalde), Frank Richter (Koßdorf).

Zum Thema:
Kevin Schmidt aus Elsterwerda, Elektroniker für Betriebstechnik, Anett Gabriel aus Uebigau, Industrieelektrikerin mit der Fachrichtung Betriebstechnik - beide lernten bei der uesa GmbH Uebigau;Franz Ritter aus Schönewalde, Zimmermann, machte sich in der Zimmerei Thielke, Zöllmersdorf, fit. Christian Winter aus Wahrenbrück, Elektroniker für Automatisierungstechnik, lernte bei der BASF Schwarzheide GmbH; Madeleine Peter, Finsterwalde, Friseurin, lernte im Friseurgeschäft Rosenheinrich Finsterwalde.