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Kreishandwerkerschaft Niederlausitz
„Führerscheine“ für das berufliche Leben übergeben

Die Innungslade wurde geöffnet, um die Gesellenbriefe nach den erfolgreichen Berufsabschlüssen in fünf handwerklichen Berufen zu entnehmen. Glückwünsche kamen von den Obermeistern, dem Kreishandwerksmeister Jürgen Mahl und Landrat Christian Heinrich-Jaschinski für die jungen Metallbauer, Karosserie- und Fahrzeugmechaniker, Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, Maler und Lackierer und Ausbaufacharbeiter für Zimmererarbeiten.
Die Innungslade wurde geöffnet, um die Gesellenbriefe nach den erfolgreichen Berufsabschlüssen in fünf handwerklichen Berufen zu entnehmen. Glückwünsche kamen von den Obermeistern, dem Kreishandwerksmeister Jürgen Mahl und Landrat Christian Heinrich-Jaschinski für die jungen Metallbauer, Karosserie- und Fahrzeugmechaniker, Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, Maler und Lackierer und Ausbaufacharbeiter für Zimmererarbeiten. FOTO: Holger Fränkel
Finsterwalde. Mit drei Hammerschlägen wurde die Gesellenfrei­sprechung der Nieder­­­lausitzer Kreishand­werkerschaft vollzogen.

„Sie können vertrauen auf das Wissen, die Erfahrungen und das Können, dass Sie in Ihrer Lehrzeit erworben haben“, so Kreishandwerksmeister Jürgen Mahl bei Gesellenfreisprechung der Niederlausitzer Kreishandwerkerschaft vor wenigen Tagen in Finsterwalde. Er fügte hinzu: „Auch in einer mehr und mehr digitalisierten Welt werden Handwerker immer gefragt sein, denn einen defekten Heizkörper oder ein defektes Auto kann man nicht am Computer reparieren.“

Er gratulierte in seiner Festrede den 16 Facharbeitern zur bestandenen Gesellenprüfung. Sie haben an der Winterprüfung 2017/18 teilgenommen und konnten erfolgreich ihre Ausbildungszeit abschließen. Darunter Karosserie- und Fahrzeugbauer, Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizung- und Klimatechnik sowie Metallbauer, Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker, Fachrichtung Konstruktionstechnik, Maler und Lackierer und Ausbaufacharbeiter für Zimmererarbeiten.

Ellen Lösche, Geschäftsführerin der Niederlausitzer Kreishandwerkerschaft und Elbe-Elster-Landrat Christian Heinrich-Jaschinski übergaben gemeinsam mit den Obermeistern die Gesellenbriefe an die Prüflinge. Nicht ohne mahnende Worte. Auf die neuen Facharbeiter kommen neue zukunftsweisende Aufgaben zu. Sie müssen und werden neue Wege gehen, wechseln von der Grundausbildung in die Fort- und Weiterbildung.

Dankesworte gingen an die Lehrausbilder aus den Handwerksbetrieben, die trotz schwieriger Zeiten kontinuierlich ausbilden. „Das Handwerk ist immer ein verlässlicher Partner, wenn es um die Ausbildung geht. Die abgeschlossene Berufsausbildung ein solides Fundament für die berufliche Zukunft und natürlich auch das eigene Geld“, so Rainer Böhme, Schulleiter des Oberstufenzentrums Elbe-Elster.

Dreieinhalb Jahre intensiven Lernens liegen hinter den frisch gebackenen Gesellen. Obermeister Mahl wie auch Landrat Christian Heinrich-Jaschinski motivierten die Gesellen: „Nutzen Sie Ihre Chance und Ihre gute Ausbildung. Das Lernen hört heute nicht auf, sondern fängt eigentlich erst an. Haben Sie den Mut, etwas zu unternehmen. Werden Sie Unternehmer. Wir brauchen auch in unserem Landkreis junge, engagierte Handwerkerinnen und Handwerker, die mit Freude und Elan an Ihre Arbeit gehen.“ Der Meisterbrief ist hier nach wie vor ein Qualitätssiegel. Mit der Freisprechung erhielten die Facharbeiter gewissermaßen den „Führerschein“ in das berufliche Leben.

Fachliches Können, betriebswirtschaftliches Denken und Kundenorientierung gehören für einen guten Handwerker zusammen. Seit über 20 Jahren vertritt die Niederlausitzer Kreishandwerkerschaft die Interessen des Handwerks in Politik und Wirtschaft. Die Freisprechung von Jungfacharbeitern ist der Höhepunkt der bisherigen Ausbildungszeit junger Leute. Alle Anstrengungen unter dem Dach der Kreishandwerkerschaft in den Ausbildungsbetrieben in der Praxis und des OSZ in der Theorie haben sich gelohnt. Die Ausbildung, der Prüfungsstress und die Anspannungen gehören für die Absolventen der Winterprüfung 2017/18 nun der Vergangenheit an. Die einen sind ganz glatt und ohne Mühen durchgekommen. Andere haben es trotz einiger Turbulenzen geschafft.

(pm/blu)