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| 12:51 Uhr

Ökumenische Friedensdekade
Ich musste mich einfach bewerben

Jugendwart Markus Melke
Jugendwart Markus Melke FOTO: Jürgen Weser
Finsterwalde. Markus Melke kurbelt die evangelische Jugendarbeit in Finsterwalde wieder an.

Am Sonntagabend startet die bundesweite Ökumenische Friedensdekade. In Finsterwalde hat diese Woche eine gute Tradition mit zahlreichen interessanten Veranstaltungen. In diesem Jahr steht mit Markus Melke ein neuer Akteur mit im Mittelpunkt der Organisation. Er ist seit Mai  Jugendwart des Evangelischen Kirchenkreises Niederlausitz in der Kirchengemeinde Finsterwalde, nachdem es dort eine Durststrecke gab.

Sind Sie vor Ihrer ersten Friedensdekade aufgeregt?

Markus Melke: Es ist ja nicht meine erste Friedensdekade in Finsterwalde. Als Jugendlicher habe ich etliche tolle Friedensdekaden noch mit dem damaligen Jugendwart Friedemann Müller und danach mit Michael Reinke erlebt und auch mitgeholfen, sie zu gestalten. Natürlich ist es jetzt ein anderes Gefühl, erstmalig mit verantwortlich zu sein für das Gelingen der Woche.

Mitverantwortlich? Hat der Jugendwart nicht den Hut auf?

Markus Melke: Das ist so, aber da ich hier erst im Mai mit meiner Arbeit begonnen habe, ist ein Großteil der Vorbereitungen von unserer rührigen Arbeitsgruppe um Angela Hesse-Krüger und Thomas Müller bewältigt worden, die mich auch bei der Durchführung tatkräftig unterstützen. Auch Gemeindepfarrer Markus Herrbruck, der den Musikgottesdienst „Worte und Klänge himmelwärts“ am Sonntagabend mitgestalten wird, hat eine große Aktie daran.

Sind Sie ein Finsterwalder Kind?

Markus Melke: Ja ich bin hier geboren und aufgewachsen, habe in Finsterwalde die Realschule besucht, am OSZ Herzberg die Fachhochschulreife erworben, Mechatroniker gelernt und habe neun Monate bei der Bundeswehr gedient, bevor ich zum Studium gegangen bin. Inzwischen bin ich 28 Jahre alt. Von 2013 bis 2017 habe ich an der Evangelischen Hochschule Berlin-Zehlendorf Religionspädagogik studiert. Die Entscheidung war für mich richtig.

Wie sind Sie Jugendwart in Finsterwalde geworden?

Markus Melke: Offiziell heißt die Beschreibung meiner Stelle „Mitarbeiter für Jugendarbeit“ und angestellt bin ich über den Kirchenkreis Niederlausitz. Die Stelle war vakant und ausgeschrieben. Pfarrer Herrbruck hat mich ermuntert, mich zu bewerben. Was ja auch geklappt hat.

Wie fällt nun Ihr erstes Fazit aus?

Markus Melke: Positiv, auch wenn ich nahtlos vom Studium hier ankommen musste. Zuerst einmal musste ich mich mit den jetzigen Jugendlichen zwischen 12 und 18 anfreunden und erkunden, wie sie so ticken und welche Vorstellungen von kirchlicher Jugendarbeit sie haben. Inzwischen habe ich das ganze Spektrum unserer Jugendarbeit kennengelernt, eine Rüstfahrt nach Dänemark miterlebt. Auch der Konfirmandenunterricht gehört zu meinen Aufgaben und die Betreuung des Keller-Cafés als Form der offenen Jugendarbeit in Kooperation mit der Stadt.

Die Friedensdekade wendet sich mit ihrem Thema „Streit“ nicht nur an Jugendliche?

Markus Melke: Genau, ob politischer oder privater Streit, das Thema ist gegenwärtig wichtig für alle Altersgruppen in unserer Gesellschaft. Kultiviert miteinander umzugehen, spiegelt sich in zahlreichen Veranstaltungen der Woche wider. Außerdem wollen wir die Generation, die selbst in der Jugendarbeit vor Jahren bei uns aktiv war, wieder ins Boot holen.

Worauf freuen Sie sich am meisten in der nächsten Woche?

Markus Melke: Dass die Friedensdekade Sonntagabend mit der Band „Shapeshifter“ in unserer Kirche endlich beginnt. Auf den ökumenischen Familientag mit vielen Partnern freue ich mich besonders, auch auf Veranstaltungen wie das Theaterstück „Liebt mich“ und die „Zwiegespräche mit Gott“ durch Kultautor Ahne.

Was wünschen Sie sich?

Markus Melke: Dass wir mit den Veranstaltungen unserer Friedensdekade viele Bürger ansprechen können.

Mit Markus Melke
sprach Jürgen Weser