Von Jürgen Weser

Auf ein lang ersehntes Erlebnis dürfen sich alle Freunde der Orgelmusik freuen. Nach mehr als sechsjährigen Sanierungsarbeiten wird die Voigt-Orgel Opus 68 in der Stadtkirche St. Marien in Doberlug-Kirchhain offiziell wieder in Betrieb genommen. Dazu findet vom 3. bis 8. September eine „Festwoche zur Orgelweihe“ statt.

Besonders groß über die Fertigstellung der Sanierungsarbeiten vor einigen Wochen ist die Freude bei Bernd Heinke, der sich in besonderem Maße für die Sanierung der dreimanualigen Orgel mit 34 Registern eingesetzt und mit Spendensammlungen und dem Gewinnen von Sponsoren immer wieder vorangetrieben hat. Die 1921 erbaute Orgel stammt aus der Werkstatt von Orgelbaumeister Arno Voigt sen. Sie ist die größte in Deutschland erhaltene Orgel dieser Art aus der Werkstatt von Arno Voigt und ziert die im zweiten Viertel des 13. Jahrhunderts erbaute Backsteinbasilika.

Höhepunkt der Festwoche wird am 7. September im Rahmen „Mixtur im Bass Exklusiv“ das Festkonzert zur Orgelweihe um 18 Uhr sein. Organist Slawomir Kaminski aus Poznań in Polen bringt spätromantische Orgelmusik zu Gehör. Bereits um 14 Uhr gibt es den Festgottesdienst zur Orgelweihe mit Kindergottesdienst und das anschließende Gemeindefest im Pfarrgarten. Gestartet wird in die Festwoche am 3. September mit der Veranstaltung „Orgel für Kinder – Musik für und von Kindern“.

Hören und darüber staunen, was auf der Orgel möglich ist, kann man beim Konzert durch den Organisten und Kantor Lucas Pohle aus Costrau am 4. September. Tags darauf hält Pfarrer und Orgelgutachter Albrecht Böhnisch um 18 Uhr einen Vortrag zu „Orgeln in der Kirchhainer Kirche“.

Laut wird es, wenn es am 6. September ab 19 Uhr „Rockt die Orgel“ heißt. Konstantin Heinke möchte die Orgel mit ihrer musikalischen Bandbreite jungen und junggebliebenen Zuhörern nahebringen. Den Abschluss der Orgelwoche bilden die Orgel- und Kirchenführungen zum Tag des offenen Denkmals am 8. September (11 und 15 Uhr sowie auf Nachfrage).