| 02:37 Uhr

Freude über mehr Schulsozialarbeit an Finsterwalder Grundschulen

Finsterwalde. Die einvernehmliche Zustimmung der Stadtverordneten in ihrer jüngsten Sitzung, an jeder der drei städtischen Grundschulen einen Schulsozialarbeiter zu beschäftigen, stößt auf besondere Freude in der SPD-Fraktion. Alexander Piske, selbst Mitglied im Ausschuss für Bildung, Soziales, Sport und Kultur, erinnert an das Engagement seiner Fraktion für den Ausbau der Schulsozialarbeit seit dem Jahr 2010. Gabriela Böttcher

Im Jahr 2014 habe die SPD gemeinsam mit den Linken/Bündnis 90-Grüne drei mögliche Varianten zur Stärkung der Schulsozialarbeit vorgelegt. Hintergrund seien nicht nur die zunehmenden individuellen und sozialen Problemlagen der Schüler, sondern auch die absehbare Mehrarbeit aufgrund der Integration der Flüchtlingskinder gewesen. Zwei Vollzeitstellen seien im Sommer 2015 "nach langem und zähem Ringen" beschlossen worden. Alexander Piske erinnert an das 2015 vorgelegte Gutachten des damaligen Trägers der Schulsozialarbeit - des Familienhilfe e.V. -, der bereits drei Vollzeitstellen als sinnvoll erachtet hatte. "Die Schulsozialarbeit hätte mindestens vor einem Jahr im Umfang von drei Vollzeitstellen anlaufen können", blickt er zurück.

Fachbereichsleiter Michael Miersch konterte in der Sitzung der Stadtverordneten: Der Träger habe seinerzeit eine volle und zwei 0,8 Stellen gefordert und es habe keine Finanzierungsbetrachtung vorgelegen. Jetzt ist mit 90 000 Euro von der Stadt und 39 500 Euro von Land und Landkreis die Grundlage für drei Stellen vorhanden. Auch sei die Förderung für das Jahr 2017/2018 gesichert. Bürgermeister Jörg Gampe (CDU) merkte zudem an, dass sich die Zahl der Flüchtlingskinder von seinerzeit drei auf 40 erhöht habe und diese nun auch an den Grundschulen Nord und Nehesdorf eingebunden würden. Über intensives Einwerben und die Sicherung der Finanzierung bestünde nunmehr die Möglichkeit, die drei Stellen einzurichten. Michael Miersch hatte vor den Stadtverordneten das verbindende Element der Bemühungen aller Akteure angemerkt: "Wir liegen inhaltlich nicht auseinander." Alexander Piske: "Wir freuen uns, dass Kinder, Familien Eltern und Lehrer nun besser entlastet werden."