ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 02:42 Uhr

Freude schöner Götterfunken erklingt aus einhundert Kehlen und verzaubert

Der Projektchor ,,Concordia" bietet Sangeskultur auf hohem Niveau im Schlosshof. Foto: jgw1
Der Projektchor ,,Concordia" bietet Sangeskultur auf hohem Niveau im Schlosshof. Foto: jgw1 FOTO: jgw1
Finsterwalde. Schillers Hymne an die Freude erklang im Ambiente des Schlosshofes aus einhunderteins Kehlen. Von der übrigen Feierlautstärke beim Sängerfest abgeschirmt, hatten die Chöre hier ihre Heimstatt. Jürgen Weser/jgw1

Schon am Sonnabendvormittag erlebten die Zuhörer den wohl besten Chorbeitrag beim diesjährigen Sängerfest mit dem großen Projektchor ,,Concordia". Am Nachmittag stellten die Sängerinnen und Sänger aus Grevensbrück und Umgebung im Sauerland auf der großen Marktbühne ihr Können noch einmal unter Beweis. Frauenchor, Männerchor, kleine Vokalgruppe und der große gemeinsame Chor gestalteten ein abwechslungsreiches Programm. Im Schlosshof gaben sich dann der Berliner ,,Atze"-Chor mit seinem frischen Programm und acht regionale Chöre ein Stelldichein der Sangesfreude.

Chorkultur vom Feinsten machte der einhundert Stimmen starke Chor aus dem Sauerland erlebbar. Seit einem Jahr hat Chorleiterin Tatiana Hundt den Chor ,,Concordia" und Mitglieder aus fünf weiteren Chören als Projektchor auf das Sängerfest vorbereitet. Das Ergebnis war einfach umwerfend gut. Die studierte Chorleiterin aus St. Petersburg, die seit neun Jahren der Liebe wegen in Deutschland lebt, hat den Chor zu gesanglichen Spitzenleistungen geformt. In Finsterwalde warteten die mit Begeisterung singenden Frauen und Männer mit einem äußerst abwechslungsreichen Repertoire auf. Natürlich passte der große Chor nicht auf die Schlosshofbühne. Aus der Not machten die Grevensbrücker eine Tugend, Männer- und Frauenchor wie auch die kleine Vokalgruppe ,,Stilmix" präsentierten sich auf der Bühne, der Gesamtchor nutzte das Schlosshofambiente zu ebener Erde und ließ Lieder der Freude, Liebe und Hoffnung emporsteigen, wo einst Ritter ihre Turniere ausgefochten hatten.

,,Liebe ist wie wildes Wasser...", sangen die Männer perfekt abgestimmt und engagiert geführt von Tatiana Hundt, und die fast vierzig singenden Frauen führten temperamentvoll durch internationales Liedgut. ,,Faul sein ist wunderschön", behauptete mit fröhlichem Gesang die Vokalgruppe. Die Liebe zum Finsterwalder Sängerfest war bei ,,Concordia" mit Auftritten 1996 und 1998 entstanden, ,,weil die Atmosphäre hier so einzigartig ist", wie Organisationsleiter Johannes Rosenberger seine Begeisterung weiter getragen hat. Er hatte vor einem Jahr die Idee für den Projektchor. Einen ganzen Tag lang genossen die 150 Sauerländer das besondere Flair des Finsterwalder Sängerfestes. Sie verbrachten insgesamt vier erlebnisreiche Tage zwischen Dresden und Berlin. Unterkunft gefunden hatte die Reisegesellschaft, die mit vier Bussen angereist war, im Ramada-Hotel Schwarzheide.

Dieser große Projektchor, so der Gedanke bei etlichen Zuhörern, könnte beim nächsten Sängerfest in Finsterwalde genau das richtige Festkonzert für den Auftakt in der Trinitatiskirche sein.