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Freibad im Sterben?

Liegt das Finsterwalder Freibad etwa im Sterben? Den Anschein hat‘s.

Jedenfalls scheint man es im Rathaus schon fast abgeschrieben zu haben - könnte meinen, wer den heftigen Disput am Mittwochabend in der Stadtverordnetnetenversammlung zwischen Eltern und Bürgermeister verfolgt hat. Dabei machen offensichtlich nicht die alten Mauern auf dem Ponnsdorfer Berg die meisten Sorgen - das Bürgerwerk von vor 52 Jahren ist solide gebaut, noch immer wasserdicht und mit Rutsche und Sprungturm schließlich nicht unattraktiv. Der Stadt galoppieren aber die Kosten davon: Ein teures Hallenbad, wo man sich mehr Besucher wünschte, und dazu ein Freibad, das in die Jahre gekommen ist, kann sich Finsterwalde vermutlich nicht mehr leisten. Ansonsten hätte man es nicht zugelassen, dass Sonnen- und Wasserhungrige bei den hochsommerlichen Temperaturen der letzten Wochen im „Schwimmstadion der Freundschaft“ vor verschlossenen Türen standen - und die Stadtväter bereits vor Monaten wussten, dass der diesjährige Badesommer nach dem 25. August schon vorbei ist - danach wird das Freibad nach nur acht Wochen wieder verriegelt.
Doch heute um 11 Uhr öffnet es endlich. Das Wetter der nächsten Tage kann nicht besser sein für einen Besuch im guten alten Schwimmstadion. Wer an ihm hängt, sollte hingehen, es könnte der letzte Besuch sein. Das Freibad liegt vermutlich im Sterben.