(dr) Die Nixe, die seit der Errichtung des Wasserturms in Finsterwalde im Jahr 1910 und bis zu einem Sturm im März dieses Jahres dessen Spitze geziert hat, kehrt bald auf den Turm zurück. Allerdings nur für kurze Zeit – zum Tag des offenen Denkmals am 8. September. „Sie wird dann auf einer unteren Ebene des Turms ausgestellt werden“, sagt Nancy Reimschüssel, Sprecherin der Stadtwerke Finsterwalde zum offiziellen Anlass.

Ihr angestammter Platz an der Spitze des Turms bleibt der Kupferplastik dagegen auf absehbare Zeit noch verwehrt. Bei einem Sturm war die Nixe abgeknickt, doch in der Folge wurde festgestellt, dass auch der Dachstuhl des Turms selbst marode ist und einer Instandsetzung bedarf. „Die Aufnahme der Schäden ist immer noch nicht abgeschlossen, sodass es auch noch keine architektonischen Pläne oder Kostenschätzungen für die erforderlichen Arbeiten gibt“, so Reimschüssel weiter.

Der eine positive Nebeneffekt dieser Situation ist, dass die Nixe aus der Nähe betrachtet werden kann, bis sie wieder in gut 50 Meter Höhe rangiert. Daran soll sich auch nichts ändern. Bis September ist die Figur im Sänger- und Kaufmannsmuseum in der Langen Straße zu sehen. Und nach dem Tag des offenen Denkmals soll sie Reimschüssel zu Folge ins Feuerwehr-Museum wechseln.

Während die Restauration der Nixe durch eine Versicherung gedeckt ist, müssen die Stadtwerke die Kosten der Sanierung des Turms voraussichtlich selbst aufbringen. Doch dazu, und vor allem um Bürgern und Bürgerinnen der Stadt und Finsterwalder Unternehmen eine Chance zu geben, sich an der Erhaltung des Wahrzeichens zu beteiligen, läuft weiterhin eine Spendenkampagne des Vereins Lange Straße, koordiniert von dessen Vorsitzendem Lutz Müller. „Es geht uns nicht vor allem ums Geld, sondern darum, sich mit Herzblut zu beteiligen“, sagt Müller über die Aktion, die noch bis zum nächsten Straßenfest, dem traditionellen Anglühen, laufen soll.

Bis dahin hofft der Verein natürlich weiter auf rege Spendenbeteiligung. Alle Zuwendungen ab zehn Euro erlauben es, den eigenen Namen in einer Zeitkapsel in der samt Nixe restaurierten Kuppel verewigen zu lassen. „Ein älterer Herr hat mir geschildert, wie ihn die Gelegenheit freut, länger an sich zu erinnern als mit einem Grabstein, der vielleicht schon nach 20 Jahren geräumt wird“, erklärt Müller die emotionale Funktion dieses Dokuments. Etwa 6000 Euro seien bisher zusammen gekommen. Zusagen, die Kampagne zu unterstützen, gibt es bisher unter anderem vom Finsterwalder Brauhaus und Optikermeister Gerndt.