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| 16:56 Uhr

Verkehrserziehung in Finsterwalde
Schulanfänger werden fit für den Straßenverkehr gemacht

 Holmar Zeisbrich und Thomas Nissen von der Kreisverkehrswacht Elbe-Elster haben die Kinder der Kita Sonnenschein zum zweiten Mal besucht.
Holmar Zeisbrich und Thomas Nissen von der Kreisverkehrswacht Elbe-Elster haben die Kinder der Kita Sonnenschein zum zweiten Mal besucht. FOTO: Stadt Finsterwalde / Paula Vogel
Finsterwalde. „Bei Rot bleibst du stehen, bei Grün kannst du gehen!“ – die Kinder der Finsterwalder Kita Sonnenschein haben sich bereits viele wichtige Regeln vom Januar gemerkt.

Denn Holmar Zeisbrich und Thomas Nissen von der Kreisverkehrswacht Elbe-Elster waren bereits ein Mal in der Kita zu Gast, um die Vorschulkinder im Rahmen eines kreisweiten Projekts der Elbe-Elster-Verkehrswächter fit für den zukünftigen Schulweg zu machen. Jetzt wurden die Regeln spielerisch wiederholt.

Für alle Kindertagesstätten in Finsterwalde wird durch die Stadt mit 20 Euro pro Kind im Jahr mitfinanziert. Alle 126 Finsterwalder Vorschulkinder nehmen teil, sodass sich ein Betrag in Höhe von 2520 Euro ergibt, informiert Stadtsprecherin Paula Vogel.

Bürgermeister Jörg Gampe, der selbst Schirmherr der Kreisverkehrswacht Elbe-Elster ist, zögerte bei der Zustimmung nicht: „Als die Anfrage von der Kreisverkehrswacht Elbe-Elster kam, haben wir nicht gezögert und die finanziellen Mittel gern bereitgestellt. Dass unsere Jüngsten für den Straßenverkehr gut gerüstet sind, wenn sie in die Schule kommen, ist uns allen wichtig. Bei den Spielen und Übungen, die im Rahmen des Projekts durchgeführt werden, lernen sie vor allem, die Übersicht im Trubel der Straße zu behalten. Besonders vor den Schulen ist morgens viel los: Autos, der Schulbus, Radfahrer und Fußgänger müssen sich arrangieren und aufeinander Rücksicht nehmen. Das lernen die Kinder hier und haben dabei auch noch eine Menge Spaß.“

Das ist auch im Sportraum der Kita Sonnenschein nicht zu übersehen. Bei dem in Brandenburg einzigartigen Projekt geht es lustig zu, die Ernsthaftigkeit der Angelegenheit ist den Kindern aber trotzdem bewusst. Aufmerksam warten sie am Zebrastreifen, der als ausgelegte Matte auf dem Boden vor ihren Füßen beginnt. „Obwohl ihr am Zebrastreifen immer das Vorrecht habt, schaut ihr bitte, ob die Autofahrer auch anhalten“, sagt Thomas Nissen. Die leuchtende Ampel ist den Vorschülern längst vertraut, routiniert reagieren sie auf die entsprechenden Signale. Wo rechts und wo links ist, lernen sie bei einem Motorik-Spiel, außerdem schulen sie ihr Hörvermögen, in dem sie mit verbundenen Augen Geräusche verorten. Beim Balancieren wird der Gleichgewichtssinn ganz schön herausgeforder. Auch das ist eine wichtige Fähigkeit, denn nicht wenige Kinder möchten ab August auch mit dem Fahrrad zur Schule kommen.

Zur Belohnung für die erfolgreiche Teilnahme bekommen alle eine Urkunde und ein Malbuch – natürlich mit Ausmalbildern zu den Straßenverkehrsregeln.

(pm/blu)