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| 16:04 Uhr

Nächste Stufe für Marketingaktion
Finsterwalder Schüler bestücken Schatzsucher-Boxen

Die Klasse 8a der Oscar-Kjellberg-Oberschule, vorn Emily Nemitz und Asawin Koch (r.), hilft beim Falten und Bestücken von 1000 Starter-Kits für Kulturschatz-Sucher.
Die Klasse 8a der Oscar-Kjellberg-Oberschule, vorn Emily Nemitz und Asawin Koch (r.), hilft beim Falten und Bestücken von 1000 Starter-Kits für Kulturschatz-Sucher. FOTO: Heike Lehmann
Finsterwalde. Der Tourismusverband Elbe-Elster hat viele Helfer. Von Heike Lehmann

Der Countdown für die Kulturschatz-Suche läuft. In der nächsten Woche wollen die Initiatoren aus dem Elbe-Elster-Kreis um Susanne Dobs, Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Elbe-Elster, bei der Internationalen Tourismusbörse (ITB) unterm Berliner Funkturm dafür ordentlich die Werbetrommel rühren. Bis dahin müssen die ersten 2000 Starterboxen – je 1000 für Kinder und Erwachsene – gefaltet sowie mit Schatzkarte und Starterkarten bestückt werden. Zum Glück kann sich Susanne Dobs auf viele fleißige Helfer stützen. Am Donnerstag wurden an zwei Finsterwalder Schulen erste Boxen bestückt. Die Drucksachen dafür sind teilweise erst am Mittwoch zuvor eingetroffen.

Anlass für die neue Aktion ist das Europäische Kulturerbejahr. Einheimische und Gäste werden zur Kulturschatz-Suche eingeladen. Kooperiert wird diesmal mit mehr als 30 Partnern aus Deutschland und Polen. Aus neun Landkreisen, einer kreisfreien Stadt sowie 23 Orten verschiedener Bundesländer werden touristische Highlights erzählt – „dabei geht es um Kulturgeschichte und vom Menschen geprägte Kulturlandschaften“, so Susanne Dobs. Partner sind unter anderem das Kloster Neuzelle, das Fürst-Pückler-Museum Branitz, der Museumsverbund Oberspreewald-Lausitz, das Besucherbergwerk F 60, Schloss Hartenfels Torgau und das Lutherhaus Wittenberg. Alle Beteiligten hoffen natürlich, dass die Schatzsuche mindestens so angenommen wird wie der Luther-Pass.

Mit flinken Fingern hat Sophie Kiesel die Schachtel für die Starter-Box gefaltet und reicht sie weiter. Im nächsten Schritt werden Schatzkarte und Starterkarten zum Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft, zum Schraden, zur Kurstadt Bad Liebenwerda sowie zum Pomologischen Garten Döllingen verstaut. Alles speziell zugeschnitten auf Kinder. Fertig. Marija Koneska stapelt die fertigen Boxen in einer großen Umzugskiste. „Zwischenlagern dürfen wir im nahegelegenen Physioforum“, freut sich Susanne Dobs. Die Klasse 8a der Oscar-Kjellberg-Oberschule ist richtig flink. „Wir schaffen die 1000 Boxen bis Montag“, ist Klassenlehrerin Maria Theresia Jung zuversichtlich. Sie wird die Kulturschatz-Sucher-Aktion in diesem Schuljahr noch in ihren Gesellschaftslehre-Unterricht einbauen. Sie sagt: „Jeder Schüler bekommt dazu seine Starter-Box. Und eine Expedition an einen der Orte werden wir einplanen.“ Wissenszuwachs bei den Schülern dürfte damit sicher sein. „Wir binden zwar gern regionale Geschichte in den Unterricht ein, aber im Allgemeinen wissen die Schüler zu wenig aus der Regionalgeschichte“, weiß Maria Theresia Jung. Aber auch für die aus Thüringen stammende Pädagogin dürfte im brandenburgischen Süden einiges neu sein.

Auch die ersten Starterboxen für erwachsenen Kulturschatz-Sucher sind seit Freitag auf bestem Wege. Dafür hat eine 6. Klasse am Sängerstadt-Gymnasium gesorgt. Das Polster für die ITB ist geschaffen. Bis am Monatsende der offizielle Startschuss fallen kann, muss noch weitergepackt werden. „Die erste Auflage umfasst jeweils 10 000 Boxen für Kinder und Erwachsene“, sagt Susanne Dobs.