Das Finsterwalder Sängerfest ist einzigartig in vielerlei Hinsicht. Es wird ehrenamtlich von Finsterwalder Bürgern organisiert. Und es wird kein Eintritt genommen, damit jeder mitfeiern kann und das Fest ein Fest für alle bleibt. Das heißt aber auch, dass die Finanzierung der Bühnenprogramme mit Sponsoren und Spenden getragen werden muss. Auch 2022, wo vieles teurer ist als noch vor vier Jahren.
Tradition hat die große Sponsorentafel, die sich Monate vor dem Fest am letzten Augustwochenende mit Namen großzügiger Firmen und Unternehmern, aber auch von Privatleuten füllt, die das Sängerfest mitfinanzieren. Seit der Rathaussanierung kann die Tafel nicht mehr dort angebracht werden. Seitdem gibt es den Sponsorenturm auf dem Markt.

Sängerfestverein hat Angst vor roten Zahlen

In dieser Woche wird er wieder aufgestellt, damit sich hoffentlich schnell die weißen Tafeln mit Spendernamen füllen. Denn den Sängerfestverein treibt die Sorge um, dass sich womöglich in diesem Jahr erstmals eine Finanzierungslücke auftun könnte.
Steht der Turm, soll es am 6. Mai ab 17 Uhr ein kleines Turmfest geben. „Ohne großen Aufwand, aber mit den vier Finsterwalder Sängern“, so kündigt es Katrin Gröbe, die Vereinsvorsitzende an. „Wir werden ein paar Bratwürste und Getränke anbieten, in der Hoffnung, dass wir damit ein bisschen Geld einspielen können.“ Mitglieder vom Sängerfestverein zeigen sich ihren Finsterwaldern, beantworten Fragen und werben ganz uneigennützig um Spenden für das Fest vom 26. bis 28. August.