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| 17:08 Uhr

Mit Leidenschaft
Finsterwalder ringen weiter um eine Disc-Golf-Anlage

Kämpfen mit Leidenschaft für eine 18-Bahnen-Anlage in der Finsterwalder Bürgerheide: Marko Ziske, Philipp Stadler und der aus Berlin zugezogene Fabian Luther (v.r.). Auch nach der Bauausschuss-Sitzung halten sie an ihrem Optimismus fest, mit der Disc-Golf-Anlage eine Attraktion  zu schaffen.
Kämpfen mit Leidenschaft für eine 18-Bahnen-Anlage in der Finsterwalder Bürgerheide: Marko Ziske, Philipp Stadler und der aus Berlin zugezogene Fabian Luther (v.r.). Auch nach der Bauausschuss-Sitzung halten sie an ihrem Optimismus fest, mit der Disc-Golf-Anlage eine Attraktion  zu schaffen. FOTO: Gabi Böttcher
Finsterwalde. Im Bauausschuss stimmen zwei Abgeordnete mit Ja, zwei mit Nein und drei enthalten sich der Stimme. Die Entscheidung fällt am 28. November. Von Gabi Böttcher

Es bleibt spannend. Ob Finsterwalde in der Bürgerheide eine Disc-Golf-Anlage bekommt und wie diese aussehen würde, hängt weiter am seidenen Faden. Die Disc-Golfer um Marko Ziske kämpfen jedenfalls weiter. Und das, wie sie betonen, tatsächlich mit dem Anspruch, für die Sängerstadt in dieser Trendsportart ein Alleinstellungsmerkmal in Ostdeutschland zu etablieren. Denn, so Planer Philipp Stadler, der am Dienstag erneut aus Potsdam zur Ausschusssitzung angereist war, eine weitere 18-Bahnen-Anlage gebe es hier nicht. Mit dem Hintergrund der Reduzierung der Disc-Golf-Möglichkeiten im Bereich des Buga-Parkes in Potsdam versicherte der Brandenburgische Frisbeesport-Verband den Finsterwalder Akteuren besondere Unterstützung. Ja, mit einer weniger Bahnen zählenden Anlage würde sich die überregionale Ausstrahlung verringern. Für Deutsche Meisterschaften würde die Voraussetzung fehlen, erklärte Philipp Stadler. Nach seinen Erfahrungen sei bei maximal 90 Startern, die in insgesamt drei Spielrunden am Samstag und Sonntag auf dem Parcours agieren, mit etwa 1000 Zuschauern zu rechnen. Dass dabei Polizei zum Einsatz kommen müsse, sei eher unüblich, reagierte Stadler auf eine entsprechende Befürchtung.

Bürgermeister Jörg Gampe (CDU) verdeutlichte, dass es sich bei der Anlage wie beim Spielplatz und dem Trimm-Dich-Pfad um eine Erweiterung des Angebotes in der Bürgerheide handele. Bezugnehmend auf die kritisierte Investitionssumme von gut 180 000 Euro relativierte der Verwaltungschef, indem er auf 62 000 Euro für die Erweiterung des Trimm-Dich-Pfades verwies.

Für die vielen Fragen, die für Marcel Radochla (Linke) noch offen waren, nahmen sich die Disc-Golfer auch nach der Ausschusssitzung Zeit. Sebastian Loos (CDU) sieht nach intensiver Beschäftigung mit dem Projekt in der CDU-Fraktion und dem Vor-Ort-Termin naturschutzrechtliche Befürchtungen ausgeräumt. Für ihn habe das Disc-Golfen den Charakter eines Spazierganges mit einem Gefühl von Erholung. Überzeugend seien für ihn auch jene Argumente, die für eine wettkampftaugliche Anlage sprechen. Allein die Aussicht, dass Finsterwalde als kleine Stadt in der Familie der Trendsportler einen Bekanntheitsgrad erreichen würde, bewerte er positiv. Dass jedoch Disc-Golfer weither aus dem Westen nach Finsterwalde kämen, sieht Thomas Freudenberg (CDU) angesichts der finanziellen Lage von Vereinen als eher unwahrscheinlich an. Marlies Homagk (Bürger für Finsterwalde) betonte, dass sie nicht gern gegen etwas spreche, wofür andere brennen. Dennoch habe sie ein Problem mit den Baumfällungen, die für die im Wald angesiedelten Bahnen notwendig wären. Bevor die Stadtverordneten am 28. November zu entscheiden haben, gibt es nun noch einen Termin der Golfer in der Fraktion der Linken. Am Donnerstag, 15. November, ist die Anlage ab 17 Uhr in der Remise des Schlosses zunächst Thema im Hauptausschuss.