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| 12:13 Uhr

Immer mehr junge Angler
Finsterwalder Petrijünger angeln im fremden Gewässer

Seit Jahrzehnten kümmert sich der Anglerverein „Finsterwalder Petrijünger", einer der ältesten Angelvereine der Region, um den Franzosenteich bei Bad Erna. Bei einem Arbeitseinsatz im Februar sind hier vom Sturm umgestürzte Bäume beseitigt worden. Im April wollen die Mitglieder die Angelstellen verbessern bzw. neue schaffen. Im vorigen Jahr sind in dem nur zwei Hektar kleinen See vom Kreisanglerverband 125 Kilogramm junge Karpfen und acht Kilogramm Schleie ausgesetzt worden.
Seit Jahrzehnten kümmert sich der Anglerverein „Finsterwalder Petrijünger", einer der ältesten Angelvereine der Region, um den Franzosenteich bei Bad Erna. Bei einem Arbeitseinsatz im Februar sind hier vom Sturm umgestürzte Bäume beseitigt worden. Im April wollen die Mitglieder die Angelstellen verbessern bzw. neue schaffen. Im vorigen Jahr sind in dem nur zwei Hektar kleinen See vom Kreisanglerverband 125 Kilogramm junge Karpfen und acht Kilogramm Schleie ausgesetzt worden. FOTO: Dieter Babbe
Finsterwalde. Neues Angebot am Gräbendorfer See und wieder mehr Mitglieder im Kreisanglerverband. Von Dieter Babbe

Das Angeln rund um die Sängerstadt wird wieder populärer: Die Zahl der Mitglieder in den 16 Vereinen des Kreisanglerverbandes Finsterwalde ist im Jahr 2017 um 46 auf insgesamt 808 Petrijünger gestiegen. „Noch erfreulicher ist“, erklärt Verbandsvorsitzende Petra Mundt, „dass wir, wo andere Vereine große Nachwuchssorgen haben, 16 junge Leute aufnehmen konnten, damit haben unsere Vereine jetzt 108 jugendliche Mitglieder“.

Gute Jugendarbeit zahlt sich aus, ist bei der Jahreshauptversammlung dieser Tage gewürdigt worden. So veranstaltet der Vorstand um Jugendwart Adrian Pfeiffer in diesem Jahr bereits das 6. Jugendcamp am Rückersdorfer See. In einem früheren Ferienlager und nur einen Katzensprung vom Angelgewässer entfernt werden 20 Jugendliche im Alter von 8 bis 16 Jahren unter der Anleitung erfahrener Angler an das naturverbundene Hobby herangeführt – „und sie erleben drei spannende Tage“, wirbt die KAV-Vorsitzende. „Für das Camp vom 29. Juni bis zum 1. Juli können sich Interessenten noch anmelden.“ Für die Kinder ist das Wochenende kostenlos, die delegierenden Vereine zahlen zehn Euro für jedes Kind.

An 15 Pachtgewässern können Vereinsangler der Sängerstadtregion derzeit angeln, von denen die Rückersdorfer Kiesgrube (26 Hektar), der Große Wildgruber See bei Tröbitz (18 Hektar) und der Blaue See bei Doberlug-Kirchhain (14 Hektar) die größten sind. „Wir sind bemüht, unseren Anglern weitere attraktive Angelmöglichkeiten anzubieten“, erklärt Vize-Vorsitzender Andreas Fütz. In der Jahreshauptversammlung informierte er darüber, dass der Finsterwalder Kreisanglerverband eine Parzelle am Gräbendorfer See erworben habe. Etwa 36 Kilometer von Finsterwalde entfernt, unweit von Altdöbern, befindet sich der klare, etwa 425 Hektar große See, der aus einer Kohlegrube entstanden ist. „Der Gräbendorfer See hat einen guten Bestand an Barschen, Hechten, auch Maränen und Friedfischen. Fische kann man auch vom Boot aus angeln. Wir wollen für unsere Angler noch einen Steg errichten. Der Angelplatz wird auch noch ausgeschildert, damit unsere Mitglieder ihn finden“, informiert Andreas Fütz.

Bis auf den Kesselteich, dem Regenwasserrückhaltebecken im Massener Gewerbegebiet und in den Gehren sind alle anderen Gewässer im vorigen Jahr mit Fischen besetzt worden. Von den 2800 Kilogramm Karpfenbesatz gingen 650 Kilogramm an den Blauen See, außerdem sind Schleien auf alle und Aale auf einige Gewässer verteilt worden. Informiert wurde weiter über eine neue Seeordnung am Angelgewässer in Mühlberg Werk 4, wo auch ein Angelplatz für Behinderte entstehen soll, und darüber, dass die Zufahrt zum kleinen Biotop bei Tanneberg wieder über die Zufahrt von Massen aus erreichbar ist – allerdings nur für Mitglieder des Kreisanglerverbandes.

Kritische Worte fielen in der Jahreshauptversammlungen darüber, dass immer wieder einzelne Mitglieder aus verschiedenen Gründen die Vereine wechseln, ohne sich in ihrem alten Verein abzumelden, dafür dort aber oft noch Beitragsschulden hinterlassen. „Wichtig ist, dass sich Vereine bei Neuaufnahmen von Mitgliedern die Austrittserklärung aus dem alten Verein vorlegen lassen“, regt Andreas Fütz an.