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| 18:46 Uhr

Elbe-Elster im Sand bärenstark
Provinz schlägt Hauptstadt in einem Krimi

 Die Top-3-Teams vom Samstag (von links): Gabor Neumann, Christian Benderoth, Jonas Meier, Tobias Burkhardt, Christian Varga und Peter Jeske.
Die Top-3-Teams vom Samstag (von links): Gabor Neumann, Christian Benderoth, Jonas Meier, Tobias Burkhardt, Christian Varga und Peter Jeske. FOTO: Jürgen Weser
Finsterwalde. Der 9. Finsterwalder Beachcup der Sparkasse Elbe-Elster lockt 300 Spieler und viele Zuschauer auf den Marktplatz, der sich am Wochenende zum Eldorado für Strand-Volleyballer verwandelt. Am Samstag trumpfen ein Herzberger und ein Falkenberger groß auf. Von Jürgen Weser

Die Sängerstadt kann sehr sportlich sein, gaben die vier Finsterwalder Sänger zu. Sonntagfrüh eröffneten sie mit einer besonderen Strophe des Sängerliedes den zweiten Tag des 9. Finsterwalder Sparkassen Beachcups. Sie freuten sich über den „unfassbaren Anblick“ des Marktplatzes als „großer Sandkasten“ und über die „vielen schönen Körper bei Flugparaden“.

80 Mannschaften mit knapp 300 Beachvolleyballern tummelten sich am Wochenende auf den vier Spielfeldern im großen Sandkasten. Am Sonnabend boten die semiprofessionellen Zweierteams attraktiven Sport und heiß umkämpfte Siege und am Sonntag sorgten die volkssportlichen Viererteams für beste Unterhaltung. Zahlreiche Zuschauer nutzten die Gelegenheit, um abends die „Weberknechte“, von denen sich Finn Jäpel und Richard Schmidt auch beim Beachen prächtig schlugen, im Trommelmodus zu erleben und tagsüber die Gesundheitsangebote und Versorgungsstände um das Spielfeld herum zu nutzen. Dicht belagert an beiden Tagen war auch der große Sandberg als „Kinderbaustelle“, organisiert von Marco Müller, für die Kleinsten.

 Auf vier Spielfeldern wurde am Samstag und Sonntag in Finsterwalde gebaggert, gepritscht und geschmettert.
Auf vier Spielfeldern wurde am Samstag und Sonntag in Finsterwalde gebaggert, gepritscht und geschmettert. FOTO: Jürgen Weser

„Super, was hier mitten in der Stadt abgeht“, waren die 17-jährigen Leon Martin und Tom Selgrath als „Saar-Beachis“ begeistert. Mit Hanna Valentin und Gerhard Selgrath aus der Partnerstadt Eppelborn hatten sie die weiteste Anreise. Neben Elbe-Elster und Oberspreewald-Lausitz kamen zahlreiche Beachvolleyballer aus Berlin, Dresden, Cottbus, Bremen und Oldenburg. „Wir kommen unbedingt wieder“, schwärmten Gabor Neumann und Christian Benderoth aus Berlin als „Neulinge“ in Finsterwalde, obwohl sie als „Berlinbeacher“ im Endspiel der Zweierteams gerade von den 20 Jahre jüngeren Dresdener Studenten Tobias Burkhardt und Jonas Meier, im vorigen Jahr Zweiter, mit dem selbstbewussten Teamnamen „Gut und aussehend“, nach einem äußerst hart umkämpften Spiel geschlagen worden waren.

Damit hatte die Provinz die Hauptstadt besiegt, denn Tobias stammt aus Falkenberg und Jonas aus Herzberg.

Obwohl Mannschaften aus Berlin – wie der ehemalige Seriensieger „Mikasa“ – im Viertelfinale stark vertreten waren, gab es auch um Platz drei ein Elbe-Elster-Duell. Knapp schmetterten sich Christian Varga aus Finsterwalde und Peter Jeske aus Wormlage mit dem passenden Namen „Überlegen immer noch“ auf den Bronzeplatz. Als „Sohnemann“ zeigten Vater Dirk Winkler und Sohn Nico Lehmann aus Elsterwerda Zusammenspiel der Generationen und belegten knapp geschlagen Platz vier.

 Christian Varga und Peter Jeske (links vom Netz) aus Finsterwalde und Wormlage schmettern sich am Sonnabend zu Bronze.
Christian Varga und Peter Jeske (links vom Netz) aus Finsterwalde und Wormlage schmettern sich am Sonnabend zu Bronze. FOTO: Jürgen Weser

Lob für das toll organisierte Beachcup-Event kam von allen Seiten. Etwa 70 Helfer pro Tag hatten Lars Jäpel und René Stolpe als Organisatoren im Einsatz. Felix Magister war Herr am Mikro, die Informationstechnik klappte prima und alle Partner wie „Fit Inn“ sorgten für beste Besucherbetreuung.

Am Sonntag dominierte beim Viererturnier der familiäre Volkssportcharakter, wo sich mit den Teams „BeachMuttis“ und „HasteHaste“ starke Frauenmannschaften aus Finsterwalde zeigten und die ehemalige Schacksdorferin Josi Krause ihre Freundinnen und einen Mann zum wiederholten Mal nach Finsterwalde gelockt hatten. Als Mannschaft „Schnittlauch“ schmeckten sie im ersten Spiel ihrem männlichen Gegner gar nicht.

 Die ehemalige Schacksdorferin Josi Krause (r.) lockte ihre Freunde aus Berlin einmal mehr nach Finsterwalde. Die Frauen gingen als „Schnittlauch“ ans Netz.
Die ehemalige Schacksdorferin Josi Krause (r.) lockte ihre Freunde aus Berlin einmal mehr nach Finsterwalde. Die Frauen gingen als „Schnittlauch“ ans Netz. FOTO: Jürgen Weser

Bis zum frühen Abend flogen am Sonntag noch die Bälle über den Finsterwalder Marktplatz. Weitere Ergebnisse folgen morgen.