ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 14:47 Uhr

Tag der offenen Tür
Finsterwalder Bahnhof bald mit Pension im Obergeschoss?

Finsterwalde. Zukunftsvisionen für den Finsterwalder Bahnhof stehen im Zentrum des Nachmittages  am Tag der Städtebauförderung.  Am Samstag, 5. Mai, lädt Torsten Ratke zu einem Tag der offenen Tür ein. Von Gabi Böttcher

Der  private Bahnunternehmer, der das  Bahnhofsgebäude gekauft hat, möchte gemeinsam mit dem Finsterwalder Architekturbüro Habermann Interessierten seine Visionen vorstellen, wie das Haus als Tor zur Sängerstadt entwickelt werden kann. Von 15 bis 17 Uhr werden am 5. Mai im Foyer die Pläne vorgestellt.

So viel sei vorab verraten: Im Obergeschoss könnte eine Pension entstehen, das Erdgeschoss Seminarräume für Ratkes Firma Office Consult beherbergen. Der Fahrkartenschalter würde erhalten bleiben, jedoch in einen anderen Teil des Gebäudes umziehen.

In der Entwicklung des Areals sieht Torsten Ratke viel Potenzial. Es gelte, die Weichen für die Zukunft des  neoklassizistischen Gebäudes zu stellen. Gespräche habe es auch schon mit Denkmalschützern und mit  Susanne Dobs, Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Elbe-Elster-Land, gegeben. Hier sei es unter dem Gedanken einer „Mobilitätszentrale Bahnhof“ um Möglichkeiten für einen E-Bike-Verleih gegangen.

Doch Ratkes Überlegungen gehen noch viel weiter. Auf den Gleisen neben dem Bahnhofsgebäude parken zwei frühere Schlafwagen. Nach Ansicht des früheren Besitzers sei en sie nicht mehr aufarbeitungswürdig gewesen. Das sieht Torsten Ratke anders und denkt an ein Bett & Bike-Angebot. Zeitschiene: in den nächsten zwei Jahren.

Vom Tag der offenen Tür am 5. Mai im Bahnhof verspricht er sich viele gute Gespräche mit interessierten Finsterwaldern und manchen guten Gedanken. Zum Beispiel müsse gemeinsam mit der Stadt auch über die Neugestaltung des Umfeldes nachgedacht  werden. Fahrradständer sind dabei nur  ein Stichwort. Finsterwaldes Wirtschaftsförderer Torsten Drescher freut sich über die private Initiative. Schließlich spiele der Bahnhof sowohl im Stadt-Umland-Wettbewerb als auch in den Zukunftsstadt-Überlegungen als Mobilitätsknoten und Eingang zur Stadt schon seit Jahren eine wichtige Rolle. Mit dem Ausbau der Bahnhofstraße rücke er weiter ins Licht.

Torsten Ratke hat bei allen Zukunftsvisionen noch einen schon greifbaren Termin: Weiter geführt wird das Stellwerkscafé. Am 17. Juni wird hier die Saison wieder eröffnet und immer sonntags fortgesetzt.